Historische Beispiele

Aus E-Symposion tec-tex: Technische Textilien in interdisziplinärer Sicht
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Beispiele zur Historie Technischer Textilien

KAT.Kategorie mit Erläuterungen Hauptseite TexHalbzeug Technisches-Produkt Technisches Textil TecProdukt Definition-Technische-Textilien SektionAnwendung Aufmachungsform Einleitung Verbund


Historische Betrachtungen lösen keine Tagesprobleme, aber sie schärfen den Blick für Zusammenhänge.


Vorbemerkung

Die historischen Betrachtungen beschränken sich auf Beispiele. Die lückenlose Darstellung der historischen Entwicklung und Nutzung Technischer Textilien scheitert aus zumindest zwei Gründen:

Der interdisziplinären Betrachtungsweise entsprechend wird nachfolgend versucht, der subjektiven Sicht ein technisch begründetes Fundament gegenüberzustellen. Die Beispiele betreffen verschiedenartige TecProdukte:

Wasserdicht beschichteter Stoff für Schlechtwetter-Kleidung: Patentrechtliche Ansprüche gehen auf das 18.JhJahrhundert . zurück [zzk-DKM2010]. Obwohl es sich bei der BeschichtungMehrdeutig. (1) Schicht-Bildung bei einer Veredlungs-Behandlung. (2) Entstandene Schicht als Behandlungsergebnis. [[Beschichtung]]. damals nur um eine (leichte) "Gummierung" handeln sollte, betrachten Kunststoff-Techniker einen derartigen Stoff als Kunststoff-Produkt.
Vulkanfiber: Dieses Produkt enthält vielfach einen wesentlichen textilen Anteil in Form verschiedenartiger Textilien und ist bindemittel-frei. Kunststoff-Techniker betrachten einen derartigen Stoff als Kunststoff-Produkt in Form eines "Schichtpreßstoffes" [EEH2005].
Geo-Textilien: Sie werden seit mehr als 2 Jahrzehnten – mit voller Zustimmung der TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Industrie - den "Geo-Kunststoffen" zugeordnet, obwohl viele dieser Produkte hinsichtlich Rohstoff, AufmachungZu einer Aufmachungsform gehören zahlreiche Aufmachungen; zum Garn beispielsweise Filament-, Faser-, Effekt-Garn, Zwirn. [[Aufmachung]] und Herstellung konventionellen Textilien zuzuordnen sind.
Papier-Rohstoff: Bis zur Mitte des 19.JhJahrhundert . waren Alt-Textilien und Fasern der alleinige bzw der wesentliche Papier-Rohstoff [San1992]. Diese jahrtausendalte gemeinsame Wurzel ist faktisch vertrocknet, abgesehen von kleinen T-FaserBegriff vermeidet missverständliche Überschneidungen mit nicht-textilen Fasern (Zellulose-, Holz-, Leder-, optische Glas-Fasern). Basis-Aufmachungsform. [[T-Faser]] -Mengen, mit denen Spezial-Papiere wegen der erforderlichen erhöhten Falz-Beständigkeit armiert werden.

Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] mit antiker Wurzel

Dochte: Der Docht als TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] begleitet den Menschen seit Jahrtausenden [Rot2003]. Als Lampen- oder Kerzen-Docht diente er bis vor einem Jahrhundert als wesentlicher Bestandteil jeglicher Beleuchtungseinrichtungen. Technisch entwickelte er sich von gefachten, wachs-ummantelten Fäden (Faden-Bündel) zum Geflecht und vom grobfaserigen, kompakten Hartfaser-TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] (unbefriedigender Flüssigkeitstransport (Docht-Wirkung) wegen mässiger VoluminositätCharakteristikum vieler Textilien, aus Poren zwischen Fasern oder Fäden resultierend. [[Voluminosität]] ) zum feinfaserigen Baumwoll-TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] . Die strikten Regeln der US-amerikanischen Produkt-Haftpflicht lösten in der zweiten Hälfte des 20.JhJahrhundert . Entwicklungsbemühungen aus, die vorrangig auf einen einstellbaren Flüssigkeitstransport bei ungewohnt grosser Gleichmässigkeit von Docht-Exemplar zu Docht-Exemplar und innerhalb eines Dochtes abzielten.

Segel (als TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] ): Für die Fortbewegung auf Wasser nutzten Menschen seit der Antike das Segel [Gra1867]. Eine ägyptische Hieroglyphe, cazirka vier Jahrtausende alt, symbolisierte bereits die grosse Bedeutung des Segels für den Schiffsverkehr auf dem Nil [Bet2003].

Segel für Nil-Boote: Die Boote waren mit einem Segel rechteckiger Form ausgestattet. Eine Rahe verband das Segel mit dem Mast. Informationen über die textile Struktur des Segels und über den Faser-Werkstoff fehlen.

Dieser klassische Segel-Antrieb - ein Mast und ein Segel - ermöglichte keine raschen Richtungsänderungen, so dass er sich nur für Frachtschiffe nutzen liess, nicht für militärische Zwecke. Trotzdem blieb diese Technik über etwa 3 JtJahrtausend .hinweg erhalten, selbst bei Kelten und Römern. Denn der Wunsch nach vergrösserter Segel-Fläche kollidierte mit den technischen Schwierigkeiten, den Mast zu verlängern, ohne die Schiffs-Stabilität zu gefährden [ElS2001]. Erst im zurückliegenden Jahrtausend entwickelte sich sukzessiv eine neue Technik: Der übliche relativ lange Mast wurde durch zwei oder drei kürzere Masten ersetzt, und die Fläche des grossen rechteckigen Segels wurde auf zwei oder mehrere kleinere Segel ("Lateiner-Segel) aufgeteilt und zugleich vergrössert.

Erläuterung zur Besegelung: (1) Diese neuartige Besegelung förderte die Manövrierfähigkeit des Bootes, so dass sie für die militärische Schifffahrt, beispielsweise bei Wikingern, genutzt werden konnte. (2) Als Weiterentwicklung des "Lateiner-Segels" ist das "Lugger-Segel" zu betrachten, das sich annähernd selbsttätig am Wind ausrichtete. Den geringen Ansprüchen an Bedienung und Überwachung stand eine hohe dynamische Belastung der Segel-Einrichtung gegenüber. (3) Dieser Segel-Typ findet sich auch bei "chinesischen Mühlen", deren Antriebswelle (Rotorachse) der Takelage entsprechend vertikal angeordnet war. Es ist nicht auszuschliessen, dass die vertikale Rotorachse bei der aktuellen Suche nach leistungsfähigen Windkraft-Anlagen bedeutsam wird, weil sich für die unerlässlichen Haus-Anlagen ("Klein-Erzeuger") keine technisch aufwendige horizontale Rotorachse lohnt.
Erläuterung zu den "Tageskilometern" mittelalterlicher Segelschiffe: Im byzantinischen Reich des Mittelalters legten besegelte Handelsschiffe unter Standardbedingungen täglich cazirka 100 km zurück [Kis2010], also annähernd die doppelte Strecke einer Reise-Kutsche. Reisende bevorzugten trotz sehr primitiver Transportbedingungen die Schiffsreise, weil Strassenräuber und schlechte Wege längere Kutschenfahrten zum Abenteuer mit unkalkulierbarem Ausgang machten.

Der Mensch nutzte die Windkraft [Hau2003] [Kha2011] bereits in der Spätantike, um beispielsweise Nahrungsmittel zu mahlen und Land zu entwässern oder zu bewässern. Für den Antrieb entsprechender Geräte bzw Vorrichtungen ("chinesische Mühle" oder "persische Mühle") sorgten vorzugsweise die auch auf Booten verwendeten Stoff-Segel. Die Forderung, Wind-Strom zu erzeugen, kam erst im zurückliegenden JhJahrhundert . dazu.

Seile (als TecSubstrate): Neben den für die Steuerung der Schiffs-Segel (Takelage) benötigten Seile sind weitere bedeutsame Seil-Anwendungen zu betrachten:

Sicherungs-Seile bei der Erz-Aufbereitung: Gold, Silber und Kupfer förderten in der Antike Macht und Ansehen des Herrschers. Deshalb hatte die Erz-Gewinnung bei machtpolitischen und ökonomischen Entscheidungen sehr hohe Priorität: Das technisch Machbare war entscheidend, nicht die Gewinnungskosten und nicht die Unfallgefahr der als Bergarbeiter eingesetzten Sklaven. Wenn schwierige geologische Bedingungen beispielsweise den Abbau einer reichen Gold-Lagerstätte behinderten, dann soll nach Plinius d.Ä.[Reb1987] bei Bedarf sogar die Lagerstätte als Ganzes durch zahlreiche Stollen unterhöhlt und schliesslich gezielt zum Einsturz gebracht worden sein. Aus dem extrem grobkörnigen Gestein wurde in solchen Fällen der Nutzanteil mittels Wasserkraft separiert, d.h. Felsbrocken jeglicher Grösse lagerten am Fuss eines Wasserfalls und wurden dabei sukzessiv zerkleinert. Für die notwendigen grossen Wasser-Volumina sollen Flüsse über Hunderte von Kilometern umgeleitet worden sein, um schliesslich an einem geeigneten Berghang als Wasserfall genutzt werden zu können. An Hanf-Seilen hängende Arbeiter mussten am Berghang unter Lebensgefahr dafür sorgen, dass der Wasserfall permanent die goldhaltige Bruchgestein-Halde beaufschlagte. Der ausgeschwemmte goldhaltige Feinkorn-Anteil wurde mittels Siebung/Filtration aus dem abfliessenden Wasser entfernt.

Transport-Seile im Bergbau: Aus Hanf-Fasern hergestellte Seile waren beispielsweise im Bergbau für den Langstrecken-Transport mittels Karren unentbehrlich. Um den grossen scheuerungsbedingten Verschleiss zu verringern, wurden sie bereits im 18.JhJahrhundert . mit einer Pech-/Talg-Masse beschichtet [Krü1858].

TecKomponenten für die Gruben-Bewetterung: Der zunächst als Tagebau praktizierte Bergbau erweiterte sich bereits in der Antike sukzessiv um den Untertagebau. Je tiefer (unterirdisch) die Abbau-Arbeiten erfolgen mussten, desto mehr mangelte es an Frischluft. Schräg angelegte Stollen förderten zwar die natürliche Belüftung, lösten aber das generelle Problem nicht. Deshalb war eine Frischluft-Zwangsbelüftung bei Abbau-Tiefen von mehr als cazirka 10 m unerlässlich. Aus dieser Notwendigkeit entwickelte sich im ausgehenden Mittelalter die Bewetterungs-Technik [zzk-DBM2011], wobei zwei Aufgaben zu lösen waren/sind: zum einen die kontinuierliche Bereitstellung grosser, einstellbarer Frischluft-Volumenströme; zum anderen der verlustarme Transport des Volumenstroms über Weglängen von 0,01 km bis 10 km. Als technisch günstige Lösung erwiesen sich im Lauf der Zeit schlauchförmige, transportable, mit der Schachtlänge erweiterbare Luftleitungen ("Lutten") [zzk-RAG2009]. Die Wandung solcher Luftleitungen, wahlweise für blasenden oder saugenden Betrieb, besteht aktuell vorrangig aus luftdicht veredeltem Gewebe, das als TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] mit Stützringen oder Drahtkäfigen in Form gehalten wird.

Erläuterung zur aktuellen Lutten-KonstruktionSkelett (Aufbau bzw Gestalt) des TexHalbzeugs (Roh-Textils), aus dem das Technische Textil hergestellt wird. [[Konstruktion]] : Das Gewebe besteht standardmässig aus hochfestem PES/T-GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] mit besonders hoher Weiterreiss-Festigkeit. Wegen der sehr hohen Anforderungen an das Brenn-Verhalten wird seit Jahrzehnten bevorzugt eine spezielle PVC-BeschichtungMehrdeutig. (1) Schicht-Bildung bei einer Veredlungs-Behandlung. (2) Entstandene Schicht als Behandlungsergebnis. [[Beschichtung]]. verwendet.


Ballon-Hüllstoffe als TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] : Der Wunsch, vogelgleich fliegen zu können, hat Menschen bereits seit der Antike beschäftigt [Krü1858]. Wegen prinzipieller Schwierigkeiten bei der Realisierung des vogelartigen Flugs konzentrierte sich das Interesse aber bereits im vorindustriellen Zeitalter auf den Ballonflug. Kleine Heissluft-Ballons sollen erstmals vor fast zwei Jahrtausenden in China aufgestiegen sein, angetrieben von der Warmluft brennender Kerzen/Fackeln. Auch Inka-Ingenieure und - in neuerer Zeit – das Universalgenie DaVinci sollen sich mit dieser Technik beschäftigt haben. Im 18.JhJahrhundert . begann - angetrieben vom Wunsch nach wesentlich erhöhten Transportgeschwindigkeiten - ein Wettlauf um die technische Nutzung der Ballonfahrt. Frühzeitig kristallisierte sich dabei ein Entwicklungsschwerpunkt heraus: eine gasdichte Ballon-Hülle grosser elastischer Verformbarkeit und gegebenenfalls grosser Warm-Festigkeit. Auf den Erkenntnissen vieler, zumeist tödlich verunglückter Vorgänger aufbauend organisierten die Gebrüder Montgolfier im ausgehenden 18.JhJahrhundert . mehrere erfolgreiche bemannte Heissgasballon-Fahrten. Die von ihnen verwendeten Ballonhüllen, deren Durchmesser bis zu 20 m betragen haben sollen, bestanden aus schwerem Leinen-Gewebe, kombiniert mit einer Hüll-Lage eines gasdichten "Papiers". Der Physiker Charles, von den Montgolfier-Experimenten inspiriert, verwendete für seine konkurrierenden, erfolgreich verlaufenen Ballon-Fahrten Seiden-Gewebe ("Taft"; "Taffet"), das er mit Naturlatex ("elastisches Harz") gasdicht beschichtet haben soll. Als weitere Entwicklungsvariante wird eine aus zwei Gewebe-Lagen bestehende Hülle erwähnt [zzk-UnS2010], die mittels einer Gelatine-Zwischenschicht gasundurchlässig gewesen sein soll.

Erläuterung zu Ballon-Typen: Der Traggas-Ballon gleicht einem Luftballon, mit dem Kinder spielen: In einem von der Ballon-Hülle luftdicht abgeschlossenen Volumen befindet sich ein Traggas, das bei Umgebungstemeperatur leicher als Luft ist und das dementsprechend für den Auftrieb des Ballons sorgt. Für den Auftrieb des Heissgas-Ballons sorgt heisses Gas, das unterhalb des nach unten offenen Ballon-Volumens mittels eines Verbrennungsvorgangs erzeugt wird und das sich im oberen Ballon-Teil sammelt.
Erzeugung einer gasdichten Ballon-Hülle: Vor zwei JhJahrhundert . erwies sich die Aufgabe, einen T-StoffErsetzt den vieldeutigen Begriff Stoff. Er kann aus Garn (Gewebe, Maschen-Stoff) oder Faser (Vlies) hergestellt sein. Grosse Bedeutung als Technisches Textil. [[T-Stoff]] (Leinen, Seide, Baumwolle) grossflächig gasdicht auszurüsten, wegen des Mangels an geeigneten Wirk-Substanzen und an Verfahrenstechnik als extrem schwierig. Damalige Möglichkeiten: (1) Naturlatex: Seine rasche Wärme-Alterung dürfte die beschichteten Heissgasballon-Hüllen zum Einweg-Produkt abgestempelt haben. (2) Gelatine: Ob sich im 18.JhJahrhundert . hinter dieser Bezeichnung ein tierisches Produkt verbirgt, wie es aktuell zBzum Beispiel . in "Sülze" anzutreffen ist, liess sich nicht klären. Möglicherweise fungierte Gelatine als Sammelbegriff für Harze, Pflanzen-Gummis und Pflanzen-Leime, denn solche Produkte dienten damals bereits als Firniss-Komponente für die Wasserdicht-VeredlungSammelbegriff für (Basis)-Veredlung (Entschlichten, Waschen) und anwendungsorientierter Spezial-Veredlung von TexHalbzeug. [[Veredlung]] . Griechisches Pistazien-Harz war bereits in der Antike bekannt. Bei Heissgas-Ballons hing es jedenfalls vom erreichbaren Niveau der Gelatine-Warmfestigkeit ab, ob sich eine beständige Abdichtung erreichen liess. (3) Goldschlägerhaut:: Wegen der Gefahr elektrostatischer Aufladung wurden - alternativ zu T-Stoffen – auch Rinderdarm-Schichten ("Goldschlägerhaut") verwendet, die schon lange vor dieser speziellen Anwendung zur Blattgold-Herstellung dienten. Um die notwendige Festigkeit und Gasdichtigkeit zu erreichen, musste die Ballonhülle aus cazirka 10 aufeinanderliegenden, miteinander vernähten Lagen bestehen. (4) Papier: ungeklärte Beschaffenheit angesichts untypischer Anforderungen an Papier.
Berstfestigkeit eines Traggas-Ballons: Vor 200 Jahren erreichte die vermutlich erste deutsche Ballon-Fahrerin, Wilhelmine Reichard, in der Region Dresden mit einem Traggas-Ballon (cazirka 9 m Durchmesser) die bemerkenswerte Höhe von cazirka 7 km, bevor der Ballon platzte (W.Reichard soll den Absturz überlebt haben). Als Traggas soll Wasserstoff gedient haben, mit extrem grossem Aufwand mittels der bekannten Reaktion von Eisenspänen mit Schwefelsäure ("Vitriolöl") hergestellt. Aus der erreichten Flughöhe lässt sich auf eine für damalige Verhältnisse beachtliche Berst-Festigkeit schliessen, obwohl die Ballon-Hülle aus Mantua-Taft, einem Seiden-Gewebe geringer Flächen-Masse, bestanden haben soll [Mon1998]. Die unerlässliche Gas-Dichtigkeit des Gewebes wurde mit einer "Leim"-Grundierung und einem "Firniß" [Krü1858] erreicht, wobei als Hauptkomponenten neben Lein-Öl und Terpentin auch "Harz" erwähnt werden. Die Ballonhüllen-Nähte wurden verklebt.

Fischerei-Netze: Das Fischerei-Netz wurde wegen seiner Bedeutung für die menschliche Ernährung bereits in der Antike verwendet, wie eine ägyptische Hieroglyphe [Bet2003] und biblische Berichte lehren (vgl. Bild). Der im ausgehenden 18.JhJahrhundert . erreichte Stand der Technik [Krü1858] illustriert die sukzessive Entwicklung: Netze unterschiedlicher Maschen-Weite und Maschen-Form, Mehrkammer-Netze zum schonenden Fang der Fische, Grund-Netze und schwimmende Netze sowie Wurf-Netze. Das eigentliche Netz war ein Gestrick und bestand aus speziellem Hanf-GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] . Für die Konfektionierung wurden Seile, Metall-Ösen usw verwendet.

Hieroglyphe für das ägyptische Fischerei-Netz [Bet2003].

Die Hieroglyphe symbolisiert ein Schleppnetz, erkennbar an den tonnenförmigen Gewichten (Steine, Keramik oder Blei) und an den symbolisch dargestellten Schulter-Schlaufen. Solche Fischerei-Netze wurden bereits vor vier Jahrtausenden in verschiedenartiger KonstruktionSkelett (Aufbau bzw Gestalt) des TexHalbzeugs (Roh-Textils), aus dem das Technische Textil hergestellt wird. [[Konstruktion]] benutzt.

Symbol-fischerei-netz.png


Beschattung mittels Tec Produkten: Antike Sonnenschutz-Vorrichtungen zeugen vom hohen Niveau damaliger Ingenieur-Technik. Sie schützten beispielsweise in griechischen und römischen Amphitheatern (vgl Bild) den zahlungskräftigen Teil der Zuschauer vor der gleissenden Sonne. Obwohl keine der verwendeten Holz-Konstruktionen und TecKomponenten die Jahrtausende überstanden haben, vermitteln umfangreiche archäologische Untersuchungen und daraus abgeleitete Modell-Vorstellungen ein beeindruckendes Bild.


Modell des Sonnenschutzdaches [RuN2002] in Pompeji.

Das Dach-Skelett bestand aus L-förmigen, radial angeordneten Gerüst-Teilen, abgestützt durch tangential verlaufende Stangen. An radial verlaufenden, zusätzlichen Stangen, zwischen den Gerüst-Teilen angeordnet, waren die bahnförmigen Sonnensegel verschiebbar befestigt. Mittels der Segel-Raffung liess sich die Beschattungsfläche einstellen.

ESyHistorLeichtbauTragwerke-Pompeji-RuN2008-111231.png


Ergänzende Erläuterung zum Sonnenschutz Das ”velarium” (Sonnensegel) soll sowohl für Schauspiel-Theater verschiedenartiger Bau-Formen als auch für Amphitheater (Rund-Form) verwendet worden sein. Es überspannte als bewegliche Beschattungs-Einrichtung grossflächig zumindest weite Teile des Zuschauerbereichs. Wesentliche technische Details, beispielsweise die Verankerung an Wänden und Säulen sowie die Aufspann- und Raff-Technik, sind nur von römischen Amphitheatern (Rom (”Kolosseum”) ; Pompeji) bekannt [RuN2002]. Der technische Aufwand muss angesichts weiter Spannlängen (mehr als 150 Meter) sehr gross gewesen sein. Möglicherweise wurden für derartige Aufgaben - zumindest im Kolosseum der Stadt Rom - römische Seeleute dienstverpflichtet [Bub2003].
Antike Beschattungseinrichtung (velarium) und Schall-Sorption [Fuc2011] berichtet über Ergebnisse orientierender Simulations-Untersuchungen. Danach dürften antike Stoff-Beschattungseinrichtungen frequenzabhängig auch Schall absorbiert und damit die raumakustisch bedeutsame Nachhall-Zeit grosser Räume beeinflusst haben. Die Erfahrung, dass sich mit aufgespannten Stoff-Bahnen empirisch ermittelter Grösse/Neigung/Position manche solcher Akustik-Probleme in Hallen und Sälen lösen lassen, bestätigt dieses Modellierungs-Ergebnis.

Der Sonnenschutz war in den mediterranen Kulturen ein Dauerthema. Im ausgehenden Mittelalter beschatteten Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] in Form aufgespannter Planen {{bib|Muf2011} beispielsweise die Gassen grosser spanischer Städte, wie Kunsthistoriker aus dem fahlen Licht von Murillos berühmten Kinderbildern schliessen [zzk-BaS1986]. Wie ein Spitzweg-Gemälde [MuF2011] am Beispiel einer orientalischen Gasse zeigt, erstreckten sich Planen zwischen gegenüberstehenden Häusern. Über die Befestigungstechnik ist nichts bekannt. Möglicherweise orientierten sich diese Beschattungs-Einrichtungen an den antiken Sonnenschutz-Anlagen von Amphi-Theatern.

Neuzeitliche Beschattung: Vor mehr als 3 Jahrzehnten beschatteten Technische Gewebe für kurze Zeit Wuppertaler Einkaufsstrassen. Welche Nutzungsdauer die mittelalterlichen Gewebe im Vergleich zu den Wuppertaler PES/T-Geweben erreichten und wie im Mittelalter das Anschmutzungsproblem gelöst wurde, ist unbekannt.


Schutz-Kleidung: Die Aufgabe, den Menschen bei der Berufsausübung zu schützen, stellt sich seit jeher. Allerdings erweiterte sich sukzessiv der zu schützende Personenkreis: Ursprünglich interessierte vorrangig der Schutz von Elite-Soldaten (kaum von Sklaven). Mit der Perfektionierung der Handwerke und der sukzessiven Industrialisierung wurden in die Schutz-Aufgabe auch Gesellen und Facharbeiter einbezogen (Beispiele: Bergbau, Schmiede-Technik, Verhüttungs-Technik, Feuerwehr). Seit einem halben JhJahrhundert . erweiterte sich aufgrund staatlicher Auflagen und spezieller Aufsichtsgremien die Schutzaufgabe auf sämtliche beruflichen Tätigkeiten. Sie prägt aktuell viele TecSubstratTecProdukt, das als dominierende Komponente des technischen-Produkts fungiert und dessen textilen Charakter verantwortet. [[TecSubstrat]] -Anwendungen.

Militärische Schutzkleidung in der Antike: Bevor Alexander der Grosse mit seiner Armee vor etwa 2 Jahrtausenden die antike Welt in Blitzkriegen eroberte, soll er seine Krieger mit einer speziellen Kampf-Kleidung ausgerüstet haben [HeJ2006] [Swa2009] [zzIN-WikP2010a]. Nach Erkenntnissen der "experimentellen Archäologie" bestand solche Kampf-Kleidung aus körpergerechten Schutzwesten (corslet: "linothorax"), die einen Krieger bei unüblich grossem Tragekomfort vor den damals modernen schweren Pfeilen ausreichend schützten. Nicht zuletzt wegen dieser Ausrüstung soll das Heer unschlagbar gewesen sein. Die Schutzweste bestand aus mehreren Lagen Leinen-Gewebe, mittels "Leim" miteinander verklebt. Als klassischer VerbundSammelbegriff für Mehrkomponenten-Konstruktionen (Faser-Harz-V.; -Stoff wies diese Schicht eine hohe Steifigkeit und Durchstoss-Festigkeit auf [zzIN-WikP2010a]}. Die Schutzweste konnte aber, weil der Leim in feuchter Atmosphäre reversibel erweichte, der Körperform des einzelnen Soldaten angepasst werden (persönliche Schutzweste).

Anmerkungen HrsgHerausgeber . zum linothorax: (1) Aus Sicht der experimentellen Archäologie diente aufbereiteter Leinsamen als Leim; ob sich Knochen-Leim als Alternative sicher ausschliessen lässt, erscheint fraglich. (2) Ob solche Schutzwesten auch bei Regenwetter wegen der mangelnden Leim-Nassfestigkeit ausreichenden Schutz boten, ist bisher unbekannt, aber zweifelhaft. Aus textiler Sicht liegt deshalb die Vermutung nahe, dass bereits vor mehr als 2 Jahrtausenden eine Hydrophobierung mittels Öl angewandt wurde.

Mongolen-Heere mit "Papier"-Rüstungen: Im Mittelalter hatten Mongolen-Heere mehrfach Heere europäischer Staaten vernichtend geschlagen und zeitweilig weite Teile Mitteleuropas besetzt. Die grosse mongolische Überlegenheit begründen plausibel aktuelle Experimente, die sich auf die Grundzüge experimenteller Archäologie stützen [Ter2012]. Danach sollen die mongolischen Reiter "Papier"-Rüstungen getragen haben, die trotz eines überlegenen Schutz-Effekts leicht, flexibel/beweglich, atmungsaktiv und kostengünstig waren, also den mongolischen Reitern - verglichen mit den schweren, steifen und kostspieligen Metall-Rüstungen europäischer Ritter - eine bis dahin unbekannte Durchschlagskraft verliehen. Solche Papier"-Rüstungen sollen bereits seit dem 7.JhJahrhundert . in China eingesetzt worden sein. Experimentelle Details zur "Papier"-Rüstung: Hinsichtlich der Abmessungen einem Kurz-Mantel vergleichbar. Die Schutzschicht bildeten rechteckige Formteile (cazirka 20 cm x cazirka 10 cm), die auf einer kurzmantel-artigen Trägerschicht schuppenförmig angeordnet und punktförmig mittels schnurartiger Fäden vernäht waren. Das einzelne Formteil bestand aus einem vierfach gefalteten, also 16-lagigen Maulbeerbaum-"Papier", das aus textiler Sicht (vgl Anmerkung) möglicherweise ein Nass-Vliesstoff war.

Papier oder Vlies-Stoff?: (1) Für den Träger einer Rüstung/Schutzkleidung ist es nachrangig, ob ein Papier oder ein Nass-Vlies die Schutz-Wirkung liefert; ihn interssiert die Leistungsfähigkeit. Aus technisch-historischen Gründen sollte diese Frage aber beantwortet werden. (2) Die Begriffe "Japan-Papier", "Japanese Tissue", "Maulbeerbaum-Papier", "Kozo-Papier" (Kozu) werden in der Fach-Literatur und im Papier-Handel zumeist alternativ verwendet, obwohl sie eine breite Palette verschiedenartiger "Papier"-Sorten umschreiben. (3) Aus den Angaben und Bildern zum aktuellen Rüstungs-Modell [Ter2012] lassen sich folgende Substrat-Merkmale extrahieren: "Papier": Grosse Flächen-Masse (fusuma(?)-Qualität); grosse VoluminositätCharakteristikum vieler Textilien, aus Poren zwischen Fasern oder Fäden resultierend. [[Voluminosität]] bei mässiger Kompressibilität wegen des ausgeprägt "stumpfen Griffes" (hohe Haft-Reibung und hohe Substrat-/Substrat-Gleitreibung); hoher Schneidwiderstand; beim Falten bilden sich gerundete Kanten aus, keine Knicke; mattes Erscheinungsbild; im Substrat eingebundene langgestreckte Faser-Bündel ("Zöpfe", "Verspinnungen"); cazirka 3 % Trocknungs-Schrumpf (bei Faser-Wirrlage). Kozo-Faser: aus dem Papier-Maulbeerbaum (Broussonetia papyrifera) gewonnene langfaserige Bast-Faser überdurchschnittlich hoher Festigkeit. Wegen ihrer für die Papier-Herstellung zu grossen Faser-Länge sollen die Fasern zunächst mittels manueller "Beat"-Behandlung eingekürzt worden sein (die relativ milden Behandlungs-Bedingungen eignen sich dafür offensichtlich nicht, wie die für Lang-Fasern typische "Zopf"-Bildung lehrt,) (4) Wegen der für Papier ungewöhnlich grossen VoluminositätCharakteristikum vieler Textilien, aus Poren zwischen Fasern oder Fäden resultierend. [[Voluminosität]] , wegen der fehlenden Falt-Knicke und wegen der zahlreichen langgestreckten, im Substrat eingebundenen Faser-Bündel ("Zöpfe", "Verspinnungen") gleicht das "Papier" einem Nass-Vlies hoher Flächenmasse, das mit einer zu hohen Konzentration der suspendierten Fasern hergestellt wurde.

Weiterführende Informationen

[Din1820] Dingler´s Polytechnisches Journal 1820-1877. Elektronische Version: Humboldt-Univ. Berlin. 2012.

[Kru1858] Krünitz J G: "Oekonomische Encyklopädie ...". 242 Bände.1773-1858. Elektronische Version: Univ. Trier. 2010.

[San1992] Sandermann W: "Papier". 2.Aufl. Springer Verlag. Berlin ... 1992.

[Jud1993] Judt M: "Non-wood plant fibres, will there be a come-back in paper-making?" Industrial Crops and Products 2 (1993) p51-57

[Boe2012] Boesner Holding +gross; viel; hoch innovations Papierhandel: "Material-Hinweise". D-58456 Witten. www.boesner.com/kunstportal/

[Ter2012] "TerraXpress"-Sendung in ZDF, D-Mainz: "Papier gegen Eisen". Termin: 29.07.2012

[zzIN-IntNet-Beiträge WikP2012] Wikipedia the free Encyclopedia: "Japanese tissue". 2012.


Schutz-Behausungen: Das militärische Interesse beschränkte sich nicht auf Schutz-Kleidung (Kampf-Kleidung, Rüstungen) für die eigenen Krieger, sondern betraf auch transportable Schutz-Behausungen (Zelte). In der europäisch-asiatischen Welt des 15. bis 18. Jahrhunderts waren osmanische Militär-Zelte wegen ihres hohen technischen Standards – als Ergebnis jahrhundertelanger Optimierung - berühmt. Beute-Stücke von der Schlacht vor Wien (1683) [Bub2003] zeichnen sich durch eine mehrschichtige KonstruktionSkelett (Aufbau bzw Gestalt) des TexHalbzeugs (Roh-Textils), aus dem das Technische Textil hergestellt wird. [[Konstruktion]] aus, wobei als Aussenschicht ein wasserabstossend veredeltes Baumwoll-Gewebe diente. Sächsische Herrscher richteten im Dresdner Schloss eine "Türcken-Kammer" ein, als deren Prunkstück noch heute das Zelt eines osmanischen Heerführes gilt.

Zelte als Massenware: Der Begleittext zum Zelt verweist auf das Schreiben eines Heerführer, der beim Sultan für einen Feldzug 100.000 Zelte bestellt. Falls diese Anzahl zutrifft, handelte es sich bei den Militär-Zelten um Massenware: Wenn der Stoff-Bedarf je Zelt schätzungsweise cazirka 5 Quadratmeter beträgt, dann mussten also cazirka 0,5 Millionen Quadratmeter Stoff bereitgestellt werden.


TecKomponenten als Papier-Rohstoff: Der für die Keilschrift verwendeten Ton-Tafel und anderen tafelförmigen Schrift-Trägern (Mineral, Wachs) folgten in der Antike vielerorts blattförmige Schriftträger, beispielsweise in Ägypten vor etwa vier Jahrtausenden das Papyrus-Papier. Solches Papier sowie andere Hartfaser-Papiere (vornehmlich Schilfpflanzen-Erzeugnisse) wurden im ausgehenden Mittelalter wegen des rapide steigenden Bedarfs sukzessiv und weltweit durch zellulosische Alt-Textilien ("Hadern"/"Lumpen"aus Baumwoll- oder Leinen-Textilien) und Zellulose-Fasern (Baumwoll-Kurzfasern (Linters)) ergänzt und später ersetzt. Solche Zellulose-Produkte dienten bis in die Mitte des 19.JhJahrhundert . als universeller Papier-Rohstoff [San1992]. Dann mussten auch sie wegen des exponentiell ansteigenden Papier-Bedarfs ersetzt werden: nunmehr durch Zellstoff. Zahlreiche Versuche in den siebziger und achtziger Jahren des 20.JhJahrhundert , grosse Anteile des (Holz)-Zellstoffs durch Synthese-Fibrids [Fra1974] zu ersetzen, misslangen.

Erläuterung zur Papyrus-BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. in Papyrus-"Papier": Die altägyptische Aufbereitungstechnik für Papyrus [San1992] mutet zwar relativ modern an, unterscheidet sich aber in Ziel und Ergebnis wesentlich von der in jüngerer Zeit praktizierten Hadern- und Faser-Aufbereitung: Um das nutzbare, im Stengel-Kern enthaltene Papyrus-Mark freizulegen, wurde der Papyrusstauden-Stengel entbastet. Filmartige Streifen des frischen Marks bildeten dann - nebeneinander angeordnet - eine Lage. Zwei derartige Lagen wurden kreuzweise aufeinander gelegt. Eine nachfolgende intensive Klopf-Behandlung zerfaserte die Mark-Streifen und setzte eine leimartige Pflanzenflüssigkeit frei, die aushärtete und mittels "kohäsiver BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. " eine feste doppellagige Papyrusmark-Schicht entstehen liess. Weil die kreuzweise Lagen-Anordnung das gefürchtete Weiterreissen einschränkte, konnten bahnartige Papyrus-Schichten grosser Länge beschrieben und archiviert werden.
Maulbeerbaum-Papier: Nach [San1992] handelt es sich um eine chinesische Entwicklung, die auf Kozo-Fasern (KoZu), also den Fasern des Maulbeer-Baums (Broussonetia papyrifera) basiert und sich ab dem 6.JhJahrhundert in Ostasien ausbreitete. Die Bast-Fasern werden aus der Maulbeerbaum-Rinde gewonnen und sind seit altersher in zwei Aufmachungsformen verfügbar: Entweder als naturbelassenes Faserband, dessen annähernd parallel angeordnete Fasern mittels Pflanzen-Leim (auf Pektin-Basis) verklebt sind und das sich für einfache TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Produkte eignet; oder als einzelne Bast-Fasern, die weitergehend verarbeitet werden. Solche vereinzelten Bast-Fasern lassen sich aus der als Matrix dienenden Rinde nach einer kombinierten mechanisch/biologisch/chemischen Behandlung gewinnen (ähnelt der bei Stengelfasern (zBzum Beispiel . Flachs) praktizierten Behandlung ("Röste" +gross; viel; hoch Schwingen +gross; viel; hoch Hecheln)). Aus solchen vereinzelten Bast-Fasern werden zBzum Beispiel . Litzen-Garne hergestellt, in deren Querschnitt cazirka 30 bis cazirka 100 Bast-Fasern anzutreffen sind und die dann zu hochfesten Seilen verarbeitet werden. Um solche Bast-Fasern zu Papier verarbeiten zu können, müssen sie allerdings mittels einer weiteren Aufschluss-Behandlung vom restlichen Pflanzen-Leim befreit werden. Die resultierenden "Elementar"-Fasern zeichnen sich durch hohe Festigkeit und eine vergleichsweise sehr grosse Länge aus (einer Kurzfaser-Baumwolle (15 bis 20 mm mittlere Länge) vergleichbar. Sie sollen durch intensives Schlagen ([San1992] "Klöppel") vollständig auf papiertypische Längen (kleiner cazirka 5 mm) eingekürzt werden, um "zopfartige Verspinnungen" zu vermeiden. (Hinweis: HrsgHerausgeber bezweifelt angesichts der empfohlenen Technik diese Einkürzungsmöglichkeit.)
Modellvorstellung zur manuellen Herstellung von Maulbeerbaum-Papier in China; 5.JhJahrhundert .

[San1992]: "Rohstoff ist in der Regel der Bast des Papiermaulbeerbaumes. Dieser wird in einer Lösung von Holzasche aufgeweicht und mit einem Klöppel so lange bearbeitet, bis der Bast sich in einzelne Fasern auflöst. Diese werden in einem Behälter in Wasser suspendiert. Nunmehr wird mit einem Sieb, das abnehmbar in einem Rahmen untergebracht ist, aus der Bütte durch Eintauchen und Herausnehmen ein Teil der Fasersuspension geschöpft. Nach Ablaufen des Wassers verbleibt auf dem Sieb ein feuchtes Papierblatt, das unmittelbar für den Trocknungsvorgang abgenommen wird. Das frei gewordene Sieb kann sofort danach zur Schöpfung weiterer Blätter verwandt werden. Wann dieses Schöpfsieb aufkam, ist ungewiß. Doch gelangte es 600 n. Chr. mit der Papiertechnik nach Korea und danach nach Japan und etwa 150 Jahre später auf dem Wege nach Westen nach Samarkand."

ESyHistorMaulbeerPapier-San1992-40Proz-120806a.png


Erläuterung zur BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. in Hadern-Papier: Bei der Hadern- und Faser-Aufbereitung beschränkt sich die Klopf-Wirkung auf die Zerfaserung (Splittung), d.h. auf die Bildung einer sehr grossen Faser-Oberfläche. Nachdem keine leimartige Flüssigkeit freigesetzt wird und deshalb die Rohpapier-Festigkeit vorrangig auf Wasserstoffbrücken-Bindungen basiert, besitzt ungeleimtes Hadern-Papier nur eine geringe Festigkeit. Der Zerfaserungsgrad der Hadern wies aus technischen Gründen wesentliche regionale Unterschiede auf [Tsh2001]: Arabische Papiere beispielsweise enthielten mässig zerfaserte Hadern und ihr Faser-Anteil (Leinen, Hanf) war im Vergleich zu chinesischen Papieren gering. Sie mussten deshalb beschichtet ("geleimt") sein, um eine beschreibbare Papier-Oberfläche zu erreichen.
Zellstoff und T-Fasern: Zellstoff ist der aktuelle Standard-Rohstoff; er hat Hadern vollständig verdrängt. Allerdings enthalten aktuelle Spezialpapier-Sorten – wie Papiere für Teebeutel, Zigaretten, Landkarten, Urkunden, Banknoten, "Hartpapier" - noch immer faserförmige TecKomponenten. Dazu gehören zBzum Beispiel . Baumwoll-Linters, Leinen-, Abaca- und Ramie-Fasern, Polyester-SP-Fasern, "wärme-siegelfähige" Binde-Fasern. Solche T-Fasern verbessern die Festigkeit sowie die Biegewechsel-Beständigkeit des Falzes oder erzeugen eine Siegel-Fähigkeit (Verschweissbarkeit).
Erläuterung zu "Hartpapier": Hartpapier als mehrlagiges, extrem verdichtetes Papier enthält häufig zwei TecKOmponenten: als Zwischenschicht ein armierend wirkendes Gewebe sowie (gespleisste) T-Fasern in der einzelnen Papier-Lage. Solches Papier wurde bereits im 19.JhJahrhundert . für Glätt-Pressen und für die hochbeanspruchten Loch-"Karten" von Jacquard-Webstühlen verwendet.
Fotopapier: Albumin-Papier (AP), ein Fotopapier, war in der 2.Hälfte des 19.JhJahrhundert . wegen seiner unübertroffenen Bild-Detailtreue weit verbreitet. (1) AP bestand aus einem konventionellen Trägerpapier, das mit einem als Matrix fungierenden Albumin-Film beschichtet war. Die photosensiblen Salze befanden sich in dieser Schicht, einem denaturierten Hühner-Eiweiss. (2) Albumin reagiert auf Feuchte-Schwankungen mit sehr grossen Dimensions-Änderungen, die das Trägerpapier wellig werden lassen und die in Verbindung mit grossen Schrumpfkräften Risse im Albumin-Film verursachen. Die Bild-Qualität archivierter Foto-Papiere wird dadurch gravierend beeinträchtigt. (3) Wegen dieses Problems wurde das konventionelle Trägerpapier in der 2.Hälfte des 20.JhJahrhundert . erfolgreich durch ein nicht spezifiziertes Spezial-"Papier" ersetzt ([ViM1994]: "it was a machine-made, wove paper"). Vermutlich handelt es sich um ein feinfädiges Baumwoll-Gewebe (Popeline- oder Inlet-Typ), in das zur Reduzierung der gewebetypischen PorositätCharakteristische Eigenschaft von Textilien; Unterscheidung zwischen Nanometer-Poren und Mikrometer-Poren notwendig. [[Porosität]] cazirka 10% Zellstoff eingelagert sind (gegen die Vermutung, dass es sich stattdessen um ein mit Zellstoff gebundenes Baumwollfaser-Nassvlies handelt, sprechen die hohen Anforderungen an die Nass-Festigkeit.
Papier-Konfektionierung: Bei der Buch-Konfektionierung werden für Spezialaufgaben nach wie vor TecKomponenten verwendet: Gewebe als Hüll-Schicht eines Buch-Einbands sowie Näh-GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] als Heftfaden (Fixierung der geschichteten Druckseiten im Roh-Buch).


Verbandstoff als TecSubstratTecProdukt, das als dominierende Komponente des technischen-Produkts fungiert und dessen textilen Charakter verantwortet. [[TecSubstrat]] : Zeugnisse chirurgischer Tätigkeit sind bereits in der Antike (Ägypten, griechische Staaten, Rom) nachweisbar, erklärbar mit den vielen behandlungsbedürftigen Verletzten bei militärischen Auseinandersetzungen. Das Verbandmaterial, beispielsweise Wundabdeckungen, Watte ("Zupfwatte", "Scharpie"), Kompressen und Binden, bestand in der Regel aus Leinen-Gewebe und Leinen-Fasern [RTS1995]. Dieser technische Standard blieb über cazirka 2 Jahrtausende erhalten, von geringfügigen Verbesserungen abgesehen, beispielsweise durch die um Baumwolle und Wolle erweiterte Faser-Palette. Erst im 19.JhJahrhundert . lösten Bemühungen um desinfizierende und sterile Verband-Materialien eine rapide Weiterentwicklung aus. Vermutlich initiierten die "grossen" Schlachten von Leipzig (1813: "Völkerschlacht") und Königgrätz (1866) diese Weiterentwicklung, nachdem Hunderttausende von Verletzten bestenfalls notdürftig versorgt werden konnten und sehr viele Verletzte ihr Leben verloren.

Erläuterungen zur Verbandstoff-Herstellung: Die Herstellung von Binden, Kompressen usw liess sich seit jeher mit bekannter Web-Technik bewerkstelligen. Die "Watte"-Herstellung dagegen erfolgte über Jahrtausende hinweg mittels manuellem Zupfen, das erst im späten 18.JhJahrhundert . durch kontinuierlich arbeitende Walzen-Krempeln bzw Walzen-Karden abgelöst wurde. Der damaligen "Zupf-Watte" ("Zupflinnen") fehlte allerdings die einstellbare VoluminositätCharakteristikum vieler Textilien, aus Poren zwischen Fasern oder Fäden resultierend. [[Voluminosität]] aktueller Baumwoll-Watten.
Erläuterungen zur Faser-Auswahl: Für die "Zupf-Watte" wurden bevorzugt texturlose (ungekräuselte) Leinen-Elementarfasern (im TiterLängenbezogene Masse von T-Fasern und Garnen ("tex": g je 1 km; "dtex": g je 10 km). Monofile: in mm; Nano-Fasern: in nm oder µm. Begriff "Feinheit": unlogisch, denn eine grosse Feinheit entspricht einem geringen Titer. [[Titer]] den Baumwoll-Fasern vergleichbar) verwendet, keine technischen Leinen-Fasern. Der dreieckige Elementarfaser-Querschnitt verstärkte die Reinigungswirkung von (Watte-)Tupfern wesentlich. Um diese Wirkung sicherzustellen, wurden die Leinen-Fasern aus mehrfach gewaschenen Leinen-Textilien gewonnen (die Wäschen extrahierten sukzessiv den Faserleim (Pektin) aus der technischen Faser und legten dadurch das Elementarfaser-Bündel frei.
Erläuterungen der Besonderheit von Leinen-Elementarfasern: Mit der Freilegung des dreieckigen Elementarfaser-Querschnitts (infolge der Pektin-Extraktion) und der resultierenden Faseroberflächen-Vergrösserung erklärt sich das der Hausfrau vertraute Phänomen, dass mehrfach gewaschene Leinen-Geschirrspültücher eine weitaus bessere Trocknungswirkung aufweisen als neuwertige. Ein weiterer Vorteil dreieckiger Faser-Querschnitte lässt sich aktuell bei segmentierten PES/T-PA-Bikomponenten-Fasern nachweisen, die als "Mikro-Fasern" verwendet werden: die hervorragende Reinigungswirkung. Brillen-Putztücher veranschaulichen werbewirksam diesen Effekt, der dem Dreieck-Querschnitt der Fasern zu verdanken ist, nicht den Faser-Abmessungen (Anmerkungen: (1) Solche Querschnitte entstehen, wenn die Makro-BiKo''Bikomponenten-F.'' -Faser mittels Wasserstrahl-Technik oder Lösemittel-Behandlung in PES/T- und PA-Segmente gespleisst wird. (2) Erstaunlicherweise werden Leinen-Elementarfasern bisher nicht für anspruchsvolle industrielle Reinigungsaufgaben verwendet.


Web-Technik: Den Ursprung anspruchsvoller Web-Technik vermuten Historiker in China [Spo2001]. In der Spätantike (5. bis 9.JhJahrhundert .) sind dann – vermutlich via "Seidenstrasse" - auch im byzantinischen Reich gemusterte Seiden-Gewebe nachweisbar, deren Design und KonstruktionSkelett (Aufbau bzw Gestalt) des TexHalbzeugs (Roh-Textils), aus dem das Technische Textil hergestellt wird. [[Konstruktion]] auf hohes technisches und kunsthandwerkliches Können schliessen lassen [zzk-HMS2011] [Sta2010] [Sor2001] [Wil1990]. Die dreidimensional wirkenden Muster und die grosse Flächenmasse der Seiden-Gewebe resultieren aus der Verwendung von mindestens zwei Kettfaden-Systemen.

Erläuterung zur Web-Technik mittels zweier Kettfaden-Systeme: Die Verwendung von mehr als einem Kettfaden-System in einer Web-Vorrichtung glich in der damaligen Zeit einem fundamentalen technischen Durchbruch. In heutiger Zeit findet sich die Multikettfaden-Technik vorzugsweise in der Polstoff-Weberei (Kettsamt-Technik) sowie in der Polstoff-Wirkerei (Plüsch; Abstandsgewirke). Nicht nur viele als Pol-Stoffe verwendete TecProdukte basieren auf diesem Prinzip, sondern auch monochrome, strukturgemusterte Gewebe (zBzum Beispiel . TecKomponenten als Bucheinband).

Mit der im 19.Jahrhundert entwickelten industriellen Web-Technik [Kar1867] liessen sich bereits TexHalbzeuge für verschiedenartige TecProdukte produzieren:

Erläuterung zu Geweben und Filz für Oberbekleidung: Filz-Hersteller bemühten sich im 19.Jahrhundert vergeblich [Kar1867], den damaligen Siegeszug der Gewebe durch Filztuche zu begrenzen. Die mechanischen Gebrauchseigenschaften der Filztuche erwiesen sich als "K.o.-Kriterium". Solche Bemühungen der Filz-Hersteller erinnern an erfolglose Versuche in den siebziger Jahren des 20.JhJahrhundert ., Vlies-Stoffe im Bekleidungs-Sektor - als Alternative zu Geweben und Maschen-Stoffen – zu etablieren.


Siegel als Qualitätsausweis: Die überwachte Qualität von TecProdukten gemäss Anwender-Anforderungen manifestiert sich in Qualitätsgarantien. Dieser Gedanke ist nicht neu, wie europäische metallene Qualitäts-Siegel (Burgund, Flandern, Frankreich, Italien, Westfalen ...) für Gewebe ("Tuche") aus dem 13.JhJahrhundert . belegen [ClM2001].

Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] als Handwerks-Produkte

Nürnberg galt im Mittelalter als Zentrum bedeutender technischer Entwicklungen. Vorrangig die ansässigen Handwerkszünfte trugen dazu wesentlich bei, auch im Hinblick auf verschiedenartige Anwendungen von TecProdukte:


TecSubstrate als Einfriedungen: Die Jagd stiess im 17./18.Jahrhundert wegen der wachsenden Bevölkerungsdichte an räumliche Grenzen. Deshalb veränderte sich die Jagd-Technik. Beispielsweise wurden Jagd-Reviere für Treibjagden mittels Jagdtüchern (vgl Bild) abschnittsweise eingefriedet.

"Jagdtücher" begrenzten temporär ein Jagd-Revier [MaW1996].

Gemäss fränkischer Akten sollen die Jagdhüter Leinen-Gewebebahnen eindrucksvoller Abmessungen verwendet haben: bei einer Breite von 2 bis 3 Meter waren sie zwischen 60 und 120 Meter lang [MaW1996]. Für ein Jagd-Revier mittlerer Grösse wurden zumindest 10 Bahnen benötigt. Angaben über die Gewebe-Festigkeit und über die Verankerung Zaunpfahl/Gewebe fehlen.

Jagdtuch-MaW1996.png



TecProdukte als Filtermedien: Das Filtrieren ("Durchseihen") war im 18.JhJahrhundert bereits ein häufig praktiziertes Verfahren, wofür textile Filtermedien (Leinen-Gewebe; aus Hadern hergestelltes "Löschpapier") verwendet wurden [Krü1858]. Die intensive Gold-Suche und die handwerklich betriebene Gold-Gewinnung befruchteten die Filtrations-Technik in besonders grossem Ausmass.

Erläuterungen zur Goldwäsche: Die Goldwäsche erfolgte an zerkleinertem Gestein. Für sie wurden vorrangig zwei TecProdukte verwendet: (1) Mittels mehrstufiger Anschwemm-Filtration [Krü1858] wurde die den goldhaltigen Sand enthaltende Suspension gesiebt und angereichert (entwässert), wofür textile Filtermedien fellartiger Oberfläche (zBzum Beispiel . Flanell-Stoffe, Pol-Stoffe) zur Anwendung kamen. (2) Nachdem der Gold-Anteil mittels Quecksilber aus dem angereicherten goldhaltigen Sand extrahiert wurde, dienten Stoff-Beutel kontrollierter PorositätCharakteristische Eigenschaft von Textilien; Unterscheidung zwischen Nanometer-Poren und Mikrometer-Poren notwendig. [[Porosität]] dazu, manuell das Quecksilber aus dem Quecksilber-Gold-Gemisch herauszupressen. (3) Anmerkung: Die fellähnlichen Textilien dürften den in der Antike verwendeten Schaffellen entlehnt sein, denen mit dem Goldenen Vlies von Kolchis ein bleibendes literarisches Denkmal gesetzt wurde.
Filtration von Nutz-Flüssigkeiten: Die Filtration von ausgepressten Pflanzensäften und von Milch mittels Geweben definierter PorositätCharakteristische Eigenschaft von Textilien; Unterscheidung zwischen Nanometer-Poren und Mikrometer-Poren notwendig. [[Porosität]] gehörte im ausgehenden Mittelalter und der beginnenen Neuzeit bereits zu den alltäglichen Filtrier-Aufgaben.


TecKomponenten für Kutschen-Aufbauten: Aktuell sind TecProdukte ein wesentlicher Bestandteil der Fahrzeug-Innenausstattung. Zusätzlich fungieren sie bei manchen Fahrzeug-Arten als spezielles Karosserie-Element, beispielsweise bei PKW´s als Cabriodach-Systemkomponente. Die Wurzeln [Krü1858] [Wac1997] solcher Anwendungen liegen im antiken, mittelalterlichen und barocken Kutschen-Bau, der schon damals ein breites Spektrum von Anforderungen abdecken musste: Die Kutschen-Nutzung erstreckte sich von zweirädrigen bis zu vielrädrigen Pferdewagen, von der Fürsten-Kutsche über die Kutsche für Fernreisen bis hin zum Karren. Wegen des extrem schlechten Zustands der Wege war neben der befriedigenden Kutschen-Federung eine ausreichende Sitz-Polsterung besonders bedeutsam. Der soziale Status der Fahrgäste spiegelte sich in der Innenausstattung des Fahrgast-Bereichs wider.

Reichhaltig ausgestatteter Wagenkasten für eine italienische "Berlina"-Kutsche.

Der Kasten war auf zwei Langbäumen befestigt, womit sich eine relativ komfortable, für Fernreisen geeignete Federung erreichen liess [Wac1997]. Trotz dieses relativen Komforts war der Sattel eines lauffreudigen Pferdes oder die Pritsche auf einem Frachtkahn eine bedenkenswerte Alternative.

Wac1997KutscheBildWagenkasten-WebVersion-1008020001.jpg


Spezielle Faser-Eigenschaften als Basis Technischer Textilien

Watteförmiges Cellulosenitrat ("Schiess-Baumwolle") als TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]]

Zellulose , zBzum Beispiel . in Form von Baumwoll-Flocke, verwandelt sich unter Einwirkung konzentrierter Salpeter- und Schwefel-Säure ("Nitrier-Säure") in watteförmiges Cellulosenitrat. Diese im 18.JhJahrhundert . gewonnene Erkenntnis induzierte technische Entwicklungen mit globaler Auswirkung: als "Schiess-Baumwolle" bildete Cellulosenitrat den ersten industriell erzeugten Sprengstoff; als "Kollodium-Wolle" die Basis der Chemiefaser-Technik. Von den Nitrier-Bedingungen hing es ab, welche "Wolle" entstand; in beiden Fällen musste aber eine sehr ausgeprägte Brennbarkeit akzeptiert werden.

Erläuterung: Linters Für die Cellulose-Nitrierung ist ein sehr hoher Reincellulose-Gehalt (cazirka 98%) erforderlich. Solange dafür keine anderen Rohstoffquellen verfügbar waren, wurden vorzugsweise Baumwoll-Linters verwendet, nachdem ihre geringe Länge (cazirka 10 mm) damals noch keine textile Verarbeitung ermöglichte.
Erläuterung:Schiess-Baumwolle Die watteförmige Schiess-Baumwolle [Rou1995] mit cazirka 15% Stickstoff-Gehalt initiierte wegen ihrer ausserordentlich grossen Sprengkraft und ihrer Verfügbarkeit neben der militärischen Anwendung sehr anspruchsvolle Bau-Vorhaben (Suez-Kanal; Gotthardt-Tunnel). Allerdings verursachte sie wegen der kaum beherrschbaren Gefahr unkontrollierter Explosionen schwere Unfälle, deren Gefährdungs-Potential Nobel letztlich zu seiner wegweisenden "Dynamit"-Entwicklung inspirierte.
Erläuterung:Kollodium-Wolle Auf der watteförmigen Kollodium-Wolle [Lue1904] mit cazirka 10,5% Stickstoff-Gehalt basieren zwei wegweisende Entwicklungen: die erste "Kunst-Seide" ("Chardonnet-Seide") als Vorläufer der Chemiefasern sowie "Zelluloid", der erste industriell hergestellte "Kunst-Stoff". Die beiden Kollodium-Wollen unterschieden sich im wesentlichen durch den für die Zelluloid-Herstellung notwendigen Campher-Zusatz (10% bis 15%; als Weichmacher fungierend). Zeitweilig diente Kollodium-Wolle auch als Zusatz für ”Spreng-Gelatine” ("Nitroglycerin"), um deren Handhabbarkeit zu verbessern.
Erläuterung:Chardonnet-Seide und Chemiefasern: Charadonnet löste die Kollodium-Wolle (Cellulose-Dinitrat) in einem Ether/Alkohol-Gemisch und liess diese Spinnlösung nach der Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Extrusion in einem wässrigen Fäll-Bad koagulieren. Auf diesem Verfahren basieren wesentliche Teile der späteren industriellen Chemiefaser-Technik, die sich in mehreren Phasen entwickelte [Fou1995]: (1) In der ersten Entwicklungs-Phase (zweite Hälfte des 19.JhJahrhundert .) entstanden die Kupferoxidammoniak-Fasern ("Kupfer-Kunstseide") sowie die Acetat-Fasern und die Viskose-Fasern. (2) Im zweiten Drittel des 20.JhJahrhundert ., der zweiten Entwicklungs-Phase, erreichten bedeutsame Synthese-Fasern die industrielle Reife: Polyamid-6.6-Faser, Polyamid-6-Faser, Polyester-Faser (Polyethylenterephtalat), Polyacrylnitril-Faser. (3) In die zweite Hälfte des 20.JhJahrhundert . fällt die dritte Entwicklungs-Phase, in der eine kaum überschaubare Anzahl von Spezial-Fasern, vorrangig ebenfalls Synthese-Fasern, die Faser-Palette erweiterte (zBzum Beispiel : Aramid-Fasern).
Brennbarkeit der Kollodium-Wolle Die ausgeprägte Brennbarkeit übertrug sich auf die Chardonnet-Seide und auf Zelluloid: Die für hochwertige Bekleidung eingesetzte Chardonnet-Seide wurde wegen zahlreicher schwerer Unfälle kurzfristig durch andere Cellulose-Faserprodukte (Acetat; Viskose) ersetzt. Bei Zelluloid als besonders leistungsfähigem Substrat für fotografische Filme wurde die grosse Brennbarkeit trotz zahlreicher Brändunglücke bei Film-Vorführungen jahrzehntelang akzeptiert.

Temporäre Klebrigkeit von TecProdukten als "Bindemittel"

Splitten von Zellulose-Fasern: Die Verwendung zellulosischer TecKomponenten (Alt-Textilien, Fasern) als Papier-Rohstoff stützt sich auf eine bereits in der Antike gewonnene Erkenntnis: Wenn zellulosische Fasern radial gequetscht und dadurch gesplittet werden, dann lässt sich eine aus solchen Fasern bestehende Schicht unter Druck- und Wärme-Einwirkung zu einem weichen Papier hoher Saugfähigkeit, aber geringer Festigkeit verfestigen (tissue-artiger Charakter). Erfahrungsgemäss war die Faser-Splittung unerlässlich, um der Papierbahn eine Grundfestigkeit zu verleihen. Die Intensivierung dieses Effekts in Mühlen ("Holländer" oder aktuell übliche Durchlauf-Mühlen) verbesserte die Festigkeit. Deshalb wurde der Verfestigungs-Effekt bis ins 19.JhJahrhundert . mit einer "Verfilzung" der deformierten Fasern erklärt. Erst dann setzte sich die Einsicht durch, dass die zwischen Faser-"Trümmern" gebildeten Wasserstoffbrücken-Bindungen für die Papier-Festigkeit verantwortlich sind; die Verfilzung als mechanischer Effekt sorgt für ausreichend viele Kontaktstellen. Die Splittung des Faser-Körpers in "Trümmer" makroskopischer Abmessungen vergrössert nicht nur die Faser-Oberfläche, sondern zerstört lokal die natürliche Mantel-Kern-Struktur. Dies steigert die Wahrscheinlichkeit für die Bildung solcher Brücken-Bindungen.

Erläuterungen zur Splittung: Aktuell ist bekannt, dass sich manche T-FaserBegriff vermeidet missverständliche Überschneidungen mit nicht-textilen Fasern (Zellulose-, Holz-, Leder-, optische Glas-Fasern). Basis-Aufmachungsform. [[T-Faser]] -Arten mittels mechanischer Behandlung in Mühlen, Hammerwerken, gegebenenfalls unterstützt durch Chemikalien oder Enzyme, splitten lassen. Die Faser teilt sich dabei – annähernd parallel zur Faserachse - in Teilfasern unterschiedlicher Dicke, wird aber lokal auch zertrümmert. Eine zu intensive Splittung endet in einer vollständigen Desintegration der Faser-Struktur und schmälert den Festigkeitsgewinn.
Ergänzende Anmerkung zur Desintegration: Umgangssprachlich wird dieser Vorgang auch als Fibrillierung oder als Defibrillierung bezeichnet. De facto dürfen die beiden letztgenannten Begriffe aber nicht als Synonyme verwendet werden, weil sich die Defibrillierung auf Herzmuskel-Fasern beschränkt, die krankheitsbedingt unkontrolliert kontrahieren ("Kammer-Flimmern".
Erläuterung zum Splitten von Synthese-Fasern: Beispiele lehren, dass auch Synthese-Fasern splittbar sind: (1) Nutzbringend lassen sich nassgesponnene PACT-Faser > Chemie-F. > Synthese-F. > ''Polyacrylnitril'' -Fasern mittels einer Nass-Mahlung weitgehend splitten, denn ein aus solchen Faser-Trümmern hergestelltes, bindemittel-freies PACT-Faser > Chemie-F. > Synthese-F. > ''Polyacrylnitril'' -Nassvlies erreicht eine beachtliche Trocken-Festigkeit. (2) Nachteilig sind Splitt-Effekte bei PA6T-Faser > Chemie-F. > Synthese-F. > ''Polyamid 6'' ("Perlon") /PA6.6T-Faser > Chemie-F. > Synthese-F. > ''Polyamid 6.6'' ("Nylon") -Fasern und PES/T-Fasern: Bei Rasenmäher-PA-Monofilen begrenzt die Splitt-Anfälligkeit die Lebensdauer des als "Messer" fungierenden Monofils. Die bei PES/T-Textilien gefürchte "Weiss-ScheuerungAbrasive Beanspruchung Technischer Textilien. [[Scheuerung]] " erklärt sich mit einer unzureichenden Splitt-Beständigkeit bei abrasiver Beanspruchung der textilen Oberfläche.

Gesplittete Fasern und die Faser-BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. alter Papier-Qualitäten: Es vergingen Jahrtausende, bis schliesslich im 19.JhJahrhundert . erkannt wurde, dass Zellulose-Fasern (Baumwolle und andere T-Fasern) bei kurzzeitiger Einwirkung bestimmter Chemikalien quellen (bzw hydrolysieren) und ihre Oberfläche dabei temporär klebrig wird. Zu dieser Chemikalien-Gruppe gehören zBzum Beispiel . Schwefelsäure, Zinkchlorid, mit Einschränkungen auch Laugen. Dieser Effekt löste grosses wissenschaftliches und technisches Interesse aus, weil sich entsprechend vorbehandelte Fasern mittels mechanischem Druck miteinander verkleben liessen. Die Herstellung von "Pergamentpapier" in der 2.Hälfte des 19.JhJahrhundert . dürfte die erste industrielle Anwendung dieses Effekts gewesen sein [Kot1954] [Kei1956] [San1992]. Denn das aus Häuten gefertigte "Edel"-Pergament verknappte Ende des 18.JhJahrhundert . und wurde kostspielig. An der Suche nach einem künstlichen Pergament ("vegetabilisches Pergament") beteiligten sich in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts zahlreiche Forscher. Die Suche orientierte sich unter anderem am "Velin"-Papier [Krü1858], einem aus TecKomponenten handwerklich gefertigten, pergamentartigen Papier, das in England bereits seit der Mitte des 18.Jahrhunderts bekannt war. Einen industriell gangbaren Weg unter Verwendung von Schwefelsäure beschrieb schliesslich der Brite Gaine [zzp-Gai1853]. Der gravierende Nachteil solchen Pergaments war die Faser-Versprödung, die bei der dehydrierenden Schwefelsäure-Behandlung störende Ausmasse annimmt, wenn die Säure zu lang einwirkt oder wenn unzureichend neutralisiert wird. Nach Vorarbeiten zahlreicher Forscher fand der Brite Taylor [zzp-Tay1859] in Zinkchlorid eine Alternative zur Schwefelsäure. Die Zinkchlorid-Behandlung verbesserte die Papier-Festigkeit ebenfalls, versteifte das Papier aber weniger als die Schwefelsäure-Behandlung.

Hochverdichtete Faserschicht ("Vulkanfiber") als VerbundSammelbegriff für Mehrkomponenten-Konstruktionen (Faser-Harz-V.; -Stoff? Als wegweisend erwies sich Taylor´s beiläufiger Vorschlag ([zzp-Tay1859] [zzp-Tay1871]), mehrere Pergamentpapier-Bahnen mit Zinkchlorid vorzubehandeln, dann zusammenzuführen und schliesslich gemeinsam zu verpressen. Er initiierte damit die Entwicklung des Schicht-Verbundstoffes "Vulkanfiber" [RuT1976] [Sae1998] [EEH2005], dessen industrielle Realisierung allerdings auf leistungsfähige Pressen angewiesen war.

Erläuterung zur Verklebbarkeit gequollener Zellulose: Die Verklebbarkeit und Stabilität hängen nicht nur von den Behandlungs-Bedingungen ab, sondern auch vom Zustand der Faser-Oberfläche. Baumwoll-Fasern mit wachsfreier Oberfläche (mittels Mercerisierung, Bleichen) waren vorzuziehen.
Erläuterungen zu Behandlungsbedingungen: (1) Gaine [zzp-Gai1853] verwandte für die Quellungs-Behandlung Schwefelsäure (Vitriolöl): Nach einer kurzzeitigen Schwefelsäure-Tauchbehandlung intensiv gesplitteter Fasern wurde die getränkte Faser-Schicht verpresst. Die entstehende Bahn zeichnete sich durch eine grosse DichteBei Technischen Textilien unterscheiden: Substanz-Dichte für porenfreie Textilien (Fasern); Roh-Dichte für porenhaltige Textilien (Stoffe und Garne). [[Dichte]] aus. Als sehr nachteilig erwies sich die ausgeprägte Faser-Versprödung wegen zu lang dauernder Schwefelsäure-Behandlung oder wegen unzureichender Neutralisierung. Die Notwendigkeit zur intensiven Neutralisation begrenzte die Papier-Schichtdicke und hemmte die Produktion. (2) Die von Taylor realisierte Zinkchlorid-Behandlung entschärfte das Problem und vereinfachte die Fertigung.
Erläuterungen zum "Vulkanfiber"-Verbundstoff: (1) Bei der aktuellen Vulkanfiber-Fertigung werden zwar neben Zellstoff auch TecKomponenten auf Basis zellulosischer Fasern verarbeitet, beispielsweise in Form von Alt-Textilien und Armierungs-Geweben, aber letztlich besteht "Vulkanfiber" infolge der speziellen BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. aus einer einzigen Komponente, nämlich polymergleichen Cellulose-Produkten. Aus Sicht der (Hochleistungs-)Faser-Verbundtechnik liegt also kein VerbundSammelbegriff für Mehrkomponenten-Konstruktionen (Faser-Harz-V.; vor, weil die zweite Komponente fehlt. (2) Vlies-Fachleute könnten "Vulkanfiber" zwar mit Blick auf die verblichene DIN 61210 als Vlies-VerbundSammelbegriff für Mehrkomponenten-Konstruktionen (Faser-Harz-V.; betrachten, müssten aber angesichts der aktuellen DIN EN 29092 diese Bewertung zurückziehen. {3) Wegen der Konzeption des e-Symposions erübrigt sich die Frage, ob dieses kohäsiv gebundene Produkt als Kunststoff oder als TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] betrachtet werden sollte. Die aktuelle Kunststoff-Terminologie betrachtet das marktübliche Produkt "Vulkanfiber" als "Schichtpreßstoff", weil es in keine der beiden Kunststoff-Klassen: "Thermoplaste" und "Duroplaste", einzuordnen ist.

Kohäsive Faser-/Faser-BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. : Die temporär klebrige Oberfläche gequollener Zellulose-Fasern wird seit der ersten Hälfte des 20.JhJahrhundert . auch in der TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Technik dafür genutzt, zwischen artgleichen Polymeren eine "kohäsive BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. " aufzubauen, einer beim klassischen (hilfsstoff-freien) "Feuer-Schweissen" entstehenden Verbindung vergleichbar. An die Stelle der beim Schweissen notwendigen Verflüssigung mittels Wärmezufuhr tritt bei Textilien die auf die Faseroberfläche beschränkte chemikalien-induzierte temporäre Erweichung. Wenn dann mittels Druck benachbarte Fasern in zeitweiligen Kontakt treten, dann wandern Moleküle aus einer Faser in die Oberfläche der benachbarten Faser; es kommt also zu einer molekularen ”Interdiffusion” [KiM1998] [GoB1995][RDH1995], obwohl dieser Vorgang eigentlich der adhäsiven BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. vorbehalten ist. Das Prinzip der kohäsiven BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. [Ehr1982] [Ehr2000] wird noch immer angewandt, beschränkt sich aber nicht mehr auf Baumwoll- bzw Viskose-Fasern.

Erläuterungen zur kohäsiven BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. zellulosischer Fasern: (1) Vliesstoff-Hersteller nutzten die kohäsive BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. beispielsweise für hochfeste Furnier-Imitate, wofür Viskose-Fasern mittels Natronlauge temporär erweicht werden (”Eisenhut”-Verfahren [Joe1977][Ehr1982]). (2) Zigaretten-Filter werden häufig aus der TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] Acetatfaser-Kabel hergestellt (geschätzter Jahres-Bedarf: 0,6 Mill to [Bac2003]. Die lokale kohäsive BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. zwischen den Kabel-Filamenten wird mittels einer Lösemittel-Kurzzeitbehandlung erreicht; sie gewährleistet eine kontrollierte Luft-Durchlässigkeit des Filters und seine "Stand-Festigkeit (Bündel-Biegesteifigkeit). (3) Aus Baumwoll-Fasern werden Kalanderwalzen-Bezüge hergestellt, deren kohäsive Faser-BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. lediglich auf einer Verpressung bei sehr hohem Druck und hoher Temperatur beruht.
Erläuterungen zur kohäsiven BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. von Synthese-Fasern: (1) Bei Vliesen aus PES/T-Fasern lässt sich eine irreversible kohäsive BindungMehrdeutig; (1) Chemisch-physikalische Bindung (CP-Bindung). (2) Chemische Bindung (C-Bindung). (3) Textile Bindung (T-Bindung): geometrische Faden-Anordnung in einem T-Stoff. [[Bindung]]. mit einer speziellen, aus unverstreckten PES-Filamenten bestehenden Binde-Faser (" PES unverstreckt") realisieren. Das Polymer solcher Binde-Fasern unterscheidet sich zwar nicht vom Polymer der Matrix-Fasern ([Ehr1982] [Spi2000]), aber im Bereich oberhalb der Glasumwandlungs-Temperatur stellt sich wegen der fehlenden Verstreckung und daraus resultierender Struktur-Unterschiede eine klebrige Faser-Oberfläche ein. Die polymer-einheitliche Zusammensetzung solcher Vliesstoffe sichert beispielsweise bei Batterie-Separatoren den erforderlichen hohen elektrischen Durchgangs-Widerstand. (2) Die Bildung einer klebrigen Oberfläche bei erhöhter Temperatur ist keine spezielle EigenschaftBei Technischen Textilien als ...-Verhalten bezeichnet; durch Merkmale und Kennwerte charakterisiert. [[Eigenschaft]] der unverstreckten Polyester-Bindefaser; als störende Begleiterscheinung (in Form einer irreversiblen Granulat-Verklebung) macht sie sich beispielsweise auch bei der Kondensation/Trocknung von Polyester-Granulat bemerkbar [Fou1995]. (3) Das seit mehreren Jahrzehnten für die Vlies-Verfestigung angewandte "Thermobond"-Verfahren basiert ebenfalls auf einer temporären, thermisch ausgelösten Faser-Erweichung und ähnelt dem konventionellen Verschweissen. In Kombination mit einer punktuellen oder vollflächigen Vlies-Verdichtung entsteht eine irreversible, stabile Faser-Faser-Verbindung. Das Thermobond-Verfahren wird nicht nur für die Vlies-Verfestigung angewandt, sondern als ”thermisches Tiefzieh-Verfahren” beispielsweise auch für die Herstellung bindemittelfreier 3-D-Stoffe hoher Biegesteifigkeit oder mehrlagiger, punktuell verbundener Metalldraht-Gewebe [Bal2008].

TecProdukte als Verbundstoffe

Die Strategie, TecKomponenten für Verbundstoff-Produkte zu nutzen und damit "massgeschneiderte" Eigenschaften zu erreichen, hat eine lange Vergangenheit. Ein bemerkenswertes Beispiel ist – wie erläutert - die von Alexander dem Grossen eingeführte Kampf-Kleidung, aus mehreren miteinander verklebten Leinengewebe-Lagen bestehend ("linothorax").

Als erster industriell hergestellter, duroplastischer Zweikomponenten-Faser-VerbundSammelbegriff für Mehrkomponenten-Konstruktionen (Faser-Harz-V.; gilt Bakelit (”Bakelite”). Die Verbundstoff-Matrix bestand aus einem vernetzten Phenol-Formaldehyd-Polymer, als Armierung dienten TecKomponenten (beispielsweise Fasern oder Gewebe), deren Anteil in weiten Grenzen variierte. Dieser Duroplast-Verbundstoff wurde Anfang des 20.Jahrhunderts von Baekeland nach Vorarbeiten von Baeyer entwickelt und mittels Press- oder Giess-Technik hergestellt. Wegen der bemerkenswerten Produkt-Eigenschaften - zBzum Beispiel . die grosse thermische Beständigkeit, der hohe elektrische Widerstand und die grosse Alterungs-Beständigkeit - werden solche Verbunde noch immer für Bremskörper, Schleifmittel-Träger, Schalter-Teile verwendet.

Auch beschichtete TecKomponenten gehören zu den zu betrachtenden Verbundstoffen, wenn mindestens zwei Komponenten enthalten sind. Für diesen Produkt-Bereich wurden bereits im frühen 19.JhJahrhundert . grundlegende Verfahren und Produkte entwickelt [zzk-DKM2010]. Dazu einige Beispiele, die die grosse Spannweite der Werkstoff- und Verfahrens-Technik illustrieren.

Hinweis: Auf aktuelle Verbundstoff-Konstruktionen, zBzum Beispiel . "TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Beton" sowie "Carbonfaser-Bauteile für Fluggeräte und Landfahrzeuge", wird an anderer Stelle eingegangen.

Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] als Industrie-Produkte

Faser-Technik

Zu der im 19.JhJahrhundert . beginnenden Industrialisierung leisteten TecKomponenten wesentliche Beiträge, wie am Beispiel der Zellulosefaser-Modifikationen illustriert wurde. In Fortsetzung dieser rasanten Entwicklung erweiterte sich in der ersten Hälfte des 20.JhJahrhundert . die Palette marktfähiger TecProdukte, unter anderem aus rüstungspolitischen Gründen [Kal2003]. In Verbindung mit der Entwicklung geeigneter Anlagen-Technik stellte die Chemiefaser-Industrie erstmals Filamente in standardisierter hoher Qualität bereit, so dass anspruchsvolle TecProdukte aus Polyamid 6 bzw 6.6 sowie Regenerat-Zellulose (”Reyon”) hergestellt werden konnten. Die FilamentGarnals Filament-Garn der Aufmachungsform Garn zuzuordnen; bei Technischen Textilien aus einem Filament-Bündel bestehend; mit Drehung oder mit Textur. [[FilamentGarn]] -AufmachungZu einer Aufmachungsform gehören zahlreiche Aufmachungen; zum Garn beispielsweise Filament-, Faser-, Effekt-Garn, Zwirn. [[Aufmachung]] bildete fortan die Basis für Reifen-Cord, Fallschirm-Stoffe, Ballon-Stoffe, Seile, Fang-Leinen usw. Damals wurden Zellulosefaser-Textilien intensiv für Schutz-Kleidung, Reifen-Armierung, medizinische Produkte und Konfektions-Produkte (Nähgarn, Reissverschlüsse) genutzt.

FilamentGarne erweiterten seither die Anwendungsmöglichkeiten Technischer Textilien in einem nicht zu überschätzenden Ausmass, weil typische Merkmale – beispielsweise die günstige Eigenschafts-Gleichmässigkeit und -Standardisierbarkeit, der kompakte GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] -Körper und die grosse spezifische Festigkeit – den prinzipiellen Anforderungen an viele TecProdukte entsprachen. Solche Vorteile waren gewichtiger als die ökonomischen Nachteile, die aus erhöhten Fertigungskosten von FilamentGarnen im Vergleich zu den Fertigungskosten für S-Fasergarne gleichen Titers resultierten.

Vor mehr als 5 JzJahrzehnt .entwickelte sich aus dieser Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Spinntechnik die "Spinnvlies"-Technik, bei der keine geordnete Filamentbündel-AufmachungZu einer Aufmachungsform gehören zahlreiche Aufmachungen; zum Garn beispielsweise Filament-, Faser-, Effekt-Garn, Zwirn. [[Aufmachung]] - also ein FilamentGarnals Filament-Garn der Aufmachungsform Garn zuzuordnen; bei Technischen Textilien aus einem Filament-Bündel bestehend; mit Drehung oder mit Textur. [[FilamentGarn]] als Zwischenstufe zum Stoff – entsteht, sondern eine bereits als Stoff verwendbare, schichtartige ("textile") Fläche schlingenförmig abgelegter Filamente. Aus dieser für TecProdukte bedeutsamen "Spinnvlies"-Technik leitete sich vor cazirka 4 JzJahrzehnt . die "meltblown"-Technik ab: Der aus einem Düsenloch austretende Polymerschmelze-Strahl wurde nicht axial verstreckt, sondern mittels Heissluft-Strahltechnik "zerblasen" [DKH2004] [Rei1995]. Das entstehende unregelmässig gespleisste, kaum verstreckte Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] lag als netzartiges Bändchen vor, das bereichsweise extrem dünne Faserabschnitte (Nanometer-Dimension) aufwies und das sich durch eine sehr grosse Oberfläche und eine grosse VoluminositätCharakteristikum vieler Textilien, aus Poren zwischen Fasern oder Fäden resultierend. [[Voluminosität]] auszeichnete, solange es nicht mechanisch beansprucht wurde.

Erläuterungen zur Viskose-Faser: Viele Fachleute prognostizierten vor 4 JzJahrzehnt . , dass zumindest Viskose-Fasern (vielleicht auch die Baumwoll-Fasern) generell und kurzfristig durch Synthese-Fasern ersetzt werden, nicht zuletzt wegen des vermeintlichen Holzmangels. Aus aktueller Sicht handelte es sich um eine lehrreiche Fehl-Prognose: (1) Die Baumwoll-Faser erfreut sich einer ungebremsten Nachfrage, so dass unverändert das Klima/Wetter und die Subventionen des US-amerikanischen Landwirtschaftsministerium die Verfügbarkeit massiv beeinflussen. (2) Auch die Viskose-Faser starb nicht, sondern startete vor cazirka 3 JzJahrzehnt eine anhaltende Renaissance, die auf zwei Säulen ruht: Zum einen günstige Basis-Eigenschaften, vorrangig die problemlose Anfärbbarkeit, die exzellente Haftung, die problemlose Einlagerung grosser Feststoffpartikel-Anteile und das günstige bekleidungsphysiologische Verhalten, zum anderen die intensive und erfolgreiche Weiterentwicklung der Rohstoff-Verfügbarkeit, der umweltverträglichen Herstellung und der typischen T-FaserBegriff vermeidet missverständliche Überschneidungen mit nicht-textilen Fasern (Zellulose-, Holz-, Leder-, optische Glas-Fasern). Basis-Aufmachungsform. [[T-Faser]] -Eigenschaften.
Anmerkungen zur Spinnvlies- und meltblown-Technik: Diese aus der Extrusions-Technik abgeleitete Verfahrens-Technik hatte für die TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Technik wegweisenden Charakter, denn sie erzeugte inline (also auf kurzem Weg) und unter Verzicht auf die technisch aufwendigen Fertigungsstufen "GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] -Herstellung" und "GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] -Verarbeitung" flächige Stoffe (zuvor war die Vlies-Technik auf texturierte (gekräuselte) S-Fasern angewiesen). Erhalten blieben nur zwei klassische Prozess-Schritte: (1) Extrusion einer Spinnlösung oder Schmelze; (2) Faser-Bildung während der Schmelze-Abkühlung oder der Lösemittel-Elimination (mittels Fällung oder Verdampfung). Die für die quasi-elastische Faser-Dehnbarkeit erforderliche Verstreckung erfolgte bei der Spinnvlies-Technik mittels aerodynamischer Kräfte, die allerdings nur eine relativ geringe Verstreckung bewirkten. Daraus resultierte ein geringes Faserfestigkeits-Niveau und eine grosse Dehnbarkeit mit hohem Anteil irreversibler Verformbarkeit. Bei der meltblown-Herstellung wurde zugunsten der "Spleiss"-Behandlung (Zerblasen der einzelnen Filamente) auf eine gezielte Verstreckung ganz verzichtet.

Anwendungspotential von TecKomponenten

In der 2.Hälfte des 20.Jahrhunderts erkannte die Ingenieur-Technik sukzessiv das Anwendungs-Potential Technischer Textilien, nachdem sich Synthese-Fasern mit einstellbaren (”massgeschneiderten”) Eigenschaften herstellen liessen. Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] wurden erfolgreich für nicht-textile Anwendungen erprobt, beispielsweise für wirksamen Asbest-Ersatz, für leistungsfähige (hochbeanspruchbare) Verbundstoffe, für Produkte mit anwendungsspezifischen ("funktionalisierten") textilen Oberflächen, für die Fahrzeug-Innenausstattung, für Luftsäcke von Fahrzeug-Rückhalte-Systemen ("Airbag"), für Reinraum-Anwendungen, für technische Nanofaser-Produkte (Katalysator-Träger usw), für fortgeschrittene Medizin-Technik, für wärme-speichernde Textilien (beispielsweise PCM-Prinzip) und für spezielle, mit Mikro-Elektronik bestückte Bekleidung.

Anmerkung zur Qualitätsüberwachung: Komponenten von Fahrzeug-Rückhalte-Systemen müssen aus sicherheitstechnischen Gründen und wegen der sehr langen Funktionsbereitschaft besonders hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Diese Anforderungen mussten auf die Qualitätssicherung für Airbag-Luftsack-Gewebe übertragen werden. Damit wurden - für TecProdukte wegweisend - erstmalig auf kleinteiligen Gewebe-Abschnitten (kleiner 0,5 m²) alle wesentlichen Werkstoff-, Herstellungs- und Behandlungs-Daten in codierter Form vermerkt, um eventuelle Schadensfälle analysieren zu können.

Mehrere textilspezifische Gegebenheiten passten zu allgemeinen Trends in der Ingenieurtechnik und förderten damit die Anwendung Technischer Textilien:

Das wachsende Interesse risikobereiter Textilhersteller förderte die Entwicklung optimierter sowie neuartiger Technischer Textilien, nachdem die Scheu vor ungewohnt kleinen Partie-Grössen und ungewohnt anspruchsvollen Anwender-Wünschen, vor einem drastisch vergrösserten Entwicklungs-Aufwand mit langer Entwicklungsdauer sowie vor speziellen Qualitätsanforderungen sukzessiv schwand. Inzwischen haben sich Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] etabliert. Permanent steigende Umsätze der TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Industrie mit Technischen Textilien, spezielle Messe-Veranstaltungen, sehr viele Fach-Tagungen und eine unüberschaubar grosse Fülle von Fach-Publikationen illustrieren ein anhaltendes Wachstum.

TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Verfahrenstechnik als industrieller Wegbereiter neuer Techniken

Digital-Technik: Auch die Hersteller von TecProdukten nutzen angesichts der hohen Anwender-Anforderungen die Computer-Technik. Deren "digitale Wurzeln" liegen bemerkenswerterweise in der klassischen Web-Technik, und zwar in einem vom Franzosen Jacquard realisierten "Jacquard-Webverfahren", bei dem die Kettfäden nicht mehr als Schar, sondern einzeln bewegt werden. Diese vor cazirka 2 JhJahrhundert . erstmals angewandte Kettfaden-Steuerung erfolgte digital, gemäss der Konfiguration "Loch" - "Nicht-Loch". Die von Jacquard dafür entwickelte Steuerungs-Technik basierte auf umlaufenden grossen "Lochkarten". Diese Idee war in zweifacher Hinsicht langlebig: zum einen existiert die Jacquard-Technik nach wie vor; zum anderen dienten Lochkarten in verkleinerter Form bis in die siebziger Jahre des 20.JhJahrhundert . als unverzichtbarer Datenträger digitaler Rechenanlagen.

Erläuterung zur Jacquard-Webtechnik: Den Arbeiten zahlreicher Vordenker (zBzum Beispiel . Bouchon; Falcon; Vancanson) zur unbegrenzt variablen 2D-/3D-Gewebe-Musterung folgend entwickelte der Franzose Jacquard am Ende des 18.JhJahrhundert . eine praxistaugliche Kettfaden-Steuerung für Webstühle. Umlaufende Lochkarten sorgten für die mustergerechte Aufwärts- und Abwärts-Bewegung der einzelnen Webstuhl-Kettfäden bei jedem einzelnen Schuss-Eintrag. Grosse Muster erforderten viele Schusseintrags-Vorgänge und dementsprechend auch viele, miteinander verbundene Lochkarten. Die Jacquaerd-Webtechnik folgte bemerkenswerterweise dem technischen Wandel vom Webstuhls zur Hochleistungs-Webmaschine. Ihr Anwendungs-Schwerpunkt liegt aktuell in der Herstellung grossflächig gemusterter Consumer-Gewebe. Als namhafte TecProdukte sind Formteile zu nennen, die mit minimalem Konfektionierungsaufwand zu Airbag-Luftsäcken verarbeitet werden.
Kettfaden-Steuerung mittels Harnisch-Schnur: Die beschriebene Kettfaden-Steuerung erforderte vorab die Lösung zahlreicher Aufgaben, die in technisches Neuland führten: (1) den gemäss der Schusseintrags-Frequenz getakteten Lochkarten-Transport mittels Prismen-Elementen (bei aktuellen Web-Maschinen ist im Dauerbetrieb mit Takt-Frequenzen zwischen 10 Hz und 20 Hz zu rechnen); (2) die zielsichere, schonende Führung der einzelnen Nadel durch das Lochkarten-Loch in das dahinter angeordnete Prismen-Loch; (3) den dauerhaft durchstichfesten Lochkarten-"Karton"; (4) die dynamisch hochbelastbare, dehnungsarme, feuchtigkeits-unempfindliche Harnisch-"Schnur", die bei einer Länge von mindestens 2 m die Nadel-Bewegung ohne Längsschwingungen von der Lochkarte auf den Kettfaden-Fadenführer übertrug.
Harnisch-Schnur und Reifen-Cord: Die funktionssichere, langlebige Harnisch-Schnur zeichnet sich durch eine ausgeprägte elastische Dehnbarkeit bei extrem grosser Wiedererholungs-Geschwindigkeit aus. Dieses Verhalten wird zBzum Beispiel . auch von Reifen-Cord und Riemen-Cord gefordert.
Schall-Dämmung: Das Lochkarten-Prinzip beschränkt sich nicht auf die individuelle Kettfaden-Steuerung in Jacquard-Webmaschinen. Beispielsweise lässt sich in der aktuellen Schallschutz-Technik für Innenräume die Schall-Absorption mit einer kontrollierten Schall-Diffusion ("hybrid surfaces") [CoD2009] verknüpfen, wenn auf ein mattenförmiges, als Absorber dienendes TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] ein gelochter Karton kaschiert wird. Die Loch-Grösse und die musterförmige Loch-Anordnung orientieren sich an den akustischen Matten-Eigenschaften und an dem zu dämpfenden Frequenz-Bereich.


Roboter-/Automaten-Technik: Spulmaschinen bringen das mit verschiedenartigen Verfahren hergestellte GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] durch Umspulen in eine verarbeitungsgerechte AufmachungZu einer Aufmachungsform gehören zahlreiche Aufmachungen; zum Garn beispielsweise Filament-, Faser-, Effekt-Garn, Zwirn. [[Aufmachung]] . Ursprünglich war das Umspulen ein extrem personalintensiver Fertigungsschritt. Deshalb entwickelte der Textilmaschinenbau bereits vor cazirka acht Jahrzehnten – als Roboter noch als Automaten betrachtet wurden - die ersten Spul-Automaten. Inzwischen erfüllt ein solcher Spul-Automat neben der Basis-Funktion - Umspulen des Fadens von einer Vorlagespule auf eine Fertigspule - zahlreiche andere Funktionen, die ihn – mit der aktuellen Industrie-Messlatte betrachtet – zum Spul-Roboter machten. Er reduzierte den hohen Personalaufwand drastisch und verbesserte zugleich die Qualität des umgespulten Garns sowie die Produktionsleistung je Arbeitsstelle. Obwohl aus dieser Entwicklung der vermutlich erste industriell angewandte Roboter resultierte und der Textilmachinenbau damit unbeabsichtigt als Wegbereiter der industriellen Roboter-Technik betrachtet werden kann, beschränkt sich der Bekanntheitsgrad auf das enge Fachgebiet.

Erläuterungen zur Spulroboter-Aufgabe: Typische Spul-Aufgabe: Fäden von Vorlagespulen (beispielsweise Spinnmaschinen-Cops mit cazirka 100g Faden-Masse/Cops) sollen nacheinander mit konstanter Fadenspannung auf eine Sammelspule mit einer Faden-Masse von 1 bis 2 kg gewickelt werden. Dabei müssen die Fäden der einzelnen Cops miteinander verknotet und Faden-Störstellen (Dick- und Dünn-Stellen) ausnahmslos entfernt werden, obwohl es sich aus statistischer Sicht um seltene Ereignisse handelt und die Fadengeschwindigkeit bei cazirka 2 km/min liegen kann. Sämtliche Parameter einschliesslich des Spulenaufbaus (Spulen-KonstruktionSkelett (Aufbau bzw Gestalt) des TexHalbzeugs (Roh-Textils), aus dem das Technische Textil hergestellt wird. [[Konstruktion]] , Spulen-Abmessungen) sind in weiten Grenzen einstellbar.
Funktionsvielfalt aktueller Spul-Roboter: Ein Spul-Roboter löst neben dieser klassischen textilen Aufgabe - trotz grosser Variabilität der Spul-Aufgabe und trotz komplexer Randbedingungen – seit Jahrzehnten viele zusätzliche Aufgaben. Zur sensorgesteuerten Funktion gehören: (1) Umspulen: Hülse der Fertigspule an die Spulstelle bringen; Faden der Vorlagespule zur vorgelegten Hülse bringen; Hülse damit bewickeln; Hülse der Vorlagespule entfernen; neue Vorlagespule in die Abspul-Position bringen; Fadenenden der teilbewickelten Fertigspule und der neuen Vorlagespule suchen und handhabungsgerecht positionieren; die beiden Fadenenden verknoten; Umspulen fortsetzen, d.h. die teilbewickelte Fertigspule weiter bewickeln; erneuter Wechsel der Vorlagespule usw. (2) Faden-"Reinigung": Überwachung des laufenden Fadens hinsichtlich diverser Verunreinigungen (bei Faden-Transportgeschwindigkeiten von cazirka 35 m/s); kontrollierter Faden-Stop bei detektierten Verunreinigungen; Entfernen des störenden Fadenabschnitts; Fadenenden der Vorlagespule und der Fertigspule suchen und handhabungsgerecht positionieren; Fadenenden verknoten; Bewicklung fortsetzen; Fertigspulen-Bewicklung bei erreichter Fadenlänge (oder Spulenmasse oder Spulendurchmesser) abbrechen; Faden abschneiden. (3) Spulen-Logistik: Vorrat an Vorlagespulen kontrollieren und bedarfsabhängig zusätzliche Vorlagespulen bereitstellen; gefüllte Fertigspule entfernen, Hülse einer neuen Fertigspule einsetzen usw.; Vorrat an Fertigspulen-Hülsen kontrollieren und bedarfsabhängig zusätzliche Hülsen bereitstellen; gefüllte Fertigspulen einzeln zu einer zentralen Sammelstelle transportieren.

Elektrospinn-Technik: Die Historie der Nanofaser-Spinntechnik als relativ junge Form des "Primär-Spinnens" veranschaulicht die Leistungsfähigkeit interdisziplinärer Forschung und Entwicklung. Obwohl sich die zukünftige Anwendungsbreite dieser Technik noch nicht eindeutig abgrenzen lässt, befruchten Nano-Fasern bereits jetzt die Entwicklung mehrerer TecProdukte.

Ein grosser Bereich der Nanofaser-Herstellung stützt sich auf das "Elektrospinnen" (elektrostatisches Primär-Spinnen; EPS), bei dem zwei seit langer Zeit bekannte Komponenten zusammenwirken: (1) Mittels einer Pumpe-Düse-Anordnung wird die Spinn-Lösung extrudiert. (2) Die zum Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] erstarrte Spinn-Lösung rotiert als spiralförmiger Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Ballon in einem Feld elektrostatischer Kräfte, die sich den bewegungsbedingten Kräften (Zentrifugal-Kraft, evtl. Luftwiderstand) und der Abzugs-Kraft überlagern.

Formhals als EPS-Vorreiter? Formhals soll als Erster [zzp-For1929] eine geeignete Anordnung für das EPS beschrieben und verwendet haben. An dieser in der Fachliteratur propagierten Priorität ist zu zweifeln: (1) Die von Formhals verwendete Pumpe-Düse-Anordnung existierte bereits bei Chardonnet´s Extrusions-Versuchen von Kollodium-Wolle im 19.JhJahrhundert . (2) Auf die Nutzung elektrostatischer Kräfte zur Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Bildung griffen Forscher bereits cazirka 3 JzJahrzehnt . vor Formhals zurück. (3) Um beim Primär-Spinnen aus einer extrudierten Spinnlösung ein Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] bilden zu können, nutzte Cooley [zzp-Coo1900] bereits drei Jahrzehnte vor Formhals elektrostatische Kräfte (Zitat aus der Cooley-Patentschrift OE 14566: "... und so der Faser die Möglichkeit gegeben, unter der anziehenden und abstoßenden elektrischen Wirkung sich zu verdünnen und zu strecken, und so eine Verminderung ..." ). Cooley kontte sich bei seinen Versuchen auf gesicherte Erkenntnisse von Vorgängern stützen. Damals war zBzum Beispiel . bekannt, dass elektrostatische Kräfte die rotationssymmetrische Geometrie eines Wassertropfens verformen. (4) Dieses österreichische Cooley-Patent steht dem US-amerikanischen Formhals-Patent US 1975504 (1934) entgegen, das in der Fachliteratur üblicherweise als Basis-Patent des für Filamente geeigneten und inzwischen auch für Nano-Substrate verwendeten ESP bewertet wird. (5) Es ist unklar, warum in der Fachliteratur das Formhals-Patent US 1975504 (1934) als vorrangig betrachtet wird. Aus aktuellen DEPATISnet-Angaben ergibt sich ein anderes Bild: (a) DE 000000584801 Anmelde-Datum: 08.12.1929 Veröff.-Datum 25.09.1933 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Fasern. (b) FR 000000707191 Anmelde-Datum: 05.12.1930 Veröff.-Datum 03.07.1931 Procede´ pour fabriquer des fils artificiels. (c) US 000001975504364780 Anmelde-Datum: 05.12.1930 Veröff.-Datum: 02.10.1934 Process and apparatus for preparing artificial threads. --gering; klein; wenig; niedrig Angesichts dieser zeitlichen Folge und des damaligen deutschen Wohnorts (Mainz) ist es für HrsgHerausgeber naheliegend, der deutschen Fassung des Formhals-Patents (DP 000000584801) die Priorität einzuräumen.
Elektrostatische Wirkungen beim EPS: Beim EPS wird das elektrostatische Feld und das wirksame Kraft-Feld für die Lösung mehrerer Aufgaben genutzt: Sie beschleunigen die Lösemittel-Verdampfung, sie fördern die Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Orientierung durch Ausbildung eines rotierenden spiralförmigen Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Ballons einstellbarer Geometrie; sie transportieren die entstandenen Filamente oder Kurzfasern zum Kollektor; sie können bei Bedarf die Spinnlösung zerstäuben, wodurch fibridartige Kurzfasern entstehen.
Grundlegende Probleme bei der EPS-Anwendung: Der statistische Charakter zahlreicher Einflussgrössen verwandelt das vermeintlich simple Elektrospinnen in eine Technik grosser Komplexizität, wenn die Ergebnisse reproduzierbar sein sollen und wenn die erzeugten Produkte praxisgeeignet sein müssen. Der statistische Charakter äussert sich in Form kurzwelliger Merkmalsschwankungen längs der Faserachse, also als textilübliche "Längenvariation" im Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Abschnitt zwischen Düsen-Ausgang und Kollektor-Oberfläche. Zu diesen Einflussgrössen gehören zBzum Beispiel . die lokalen Instabilitäten des elektrostatischen Feldes, die lokalen Schwankungen der Umgebungsbedingungen Feuchte, Raumtemperatur), die zeitlichen Leitfähigkeits-, Konzentrations- und Masse-Schwankungen der verarbeiteten Spinnlösung sowie die Schwankungen des Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Dehnungs- und Biege-Verhaltens. Allein mit der Längenvariation der "bending instability" [RYF2000] lässt sich die optimierungsbedürftige Funktionsweise des Elektrospinnens also nicht ausreichend erklären.
Elektrostatisches "Sekundär"-Spinnen (ESS): Bei diesem Spezialverfahren der Fasergarn-Herstellung bewegen sich die S-Fasern kontrolliert in einem elektrostatischen Feld; auf den Einsatz der konventionellen Streckwerke wird zumindest teilweise verzichtet. Dieses Verfahren hat den Versuchsmassstab trotz cazirka 80-jähriger Bemühungen bisher nicht verlassen, weil sich ohne spezielle, funktionalisierte Faseroberflächen-Eigenschaften keine befriedigende, reproduzierbare FaserGarnals Faser-Garn der Aufmachungsform Garn zuzuordnen; bei Technischen Textilien aus Schnitt-Fasern ("S-Faser") bestehend; stets mit Drehung und Textur (Kräuselung). [[FaserGarn]] -Qualität erreichen lässt. Das Beispiel der seit Jahrzehnten erfolgreichen Beflockungs-Technik illustriert die überragende Bedeutung einer durch Wirksubstanzen adaptierten Faser-Oberfläche. Neben dieser Einflussgrösse spielt auch die bei S-Fasern unverzichtbare Faser-Textur3D-Geometrie einer Faser oder eines Fadens. Sammelbegriff für die Filament-Textur und die Kräuselung ("crimp") von S-Fasern. [[Textur]] (Kräuselung) eine gewichtige Rolle.
Angewandte Elektrostatik in der TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Technik: Elektrostatische Kräfte werden bei weiteren textilen Verfahren angewandt: (1) Beflockungs-Technik in Form der Flächen- und der GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] -Beflockung; (2) die temporäre Filamentbündel-Spreizung (in Konkurrenz zur aerodynamischen Spreizung) bei der "Hybridgarn"-Herstellung; (3) die aerodynamische Filamentbündel-Spreizung ("Verwirbelung"); (4) die "Spreizkabel"-Ablage (Öffnung eines "Fill"-Kabels) nach temporärer Dehnung des texturierten Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] -Kabels.
Angewandte Elektrostatik in der Ingenieur-Technik: (1) Kopier-Technik: mustergetreue Ablagerung pulverförmiger "Toner"-Teilchen; (2) Druck-Technik: Papierbahn-Steuerung mitttels zerstäubter Wasser-Tropfen; (3) Sinter-Technik: Herstellung von Metall-Teilchen aus zerstäubten Metall-Schmelzen. (4) Elektrostatisch gestützte Farbnebel-Applikation. (5) Flüssigkeits-Zerstäubung ("electro-hydrodynamic atomization"; spraying).


'Themenspezifische Quellen'

[zzp-Gai1853] Brit.Pat.2834: Gaine W E: "Application of sulphuric acid to paper". Anm 1853. Zitiert und erläutert bei [Kot1954].

[zzp-Tay1859] Brit.Pat.787: Taylor TTextil : "Increasing the strength of paper." Anm.1859. Zitiert und erläutert bei [Kot1954].

[zzp-Tay1871] US114880: (exakter Titel unbekannt; sinngemäss wie [zzp-Tay1859]). Zitiert bei [Kot1954].

[zzp-Coo1900] Oesterr.Pat 14566: Cooley J FFaser : "Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung seidenartig glänzender Gespinstfasern". Anm: 1900; Ertlg: 1903 :Zitiert und erläutert bei [Süv1912]. (vgl auch: Brit.Pat 6385 (Jahrg.1900): Cooley J FFaser : "Improved methods of and apparatus for electrically separating the relatively volatile liquid component from ...") (vgl auch: US-Pat 692631 (1902): Cooley J FFaser : "Apparatus for electrically dispersing fluids".) (Lueger O: "Lexikon der gesamten Technik." 2.Aufl. Deutsche Verlags-Anstalt. Stuttgart; Leipzig. 1904.)

[Süv1912] Süvern K: "Die künstliche Seide". 3.Aufl. Julius Springer. Berlin. 1912.

[zzp-For1929] Formhals: Deut.Pat (Jahrg.1929/1933): "Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von künstlichen Fasern". Pat im "Deutschen Reich": 1929; Ausgabe 1933.

[Kot1954] Kotte H: "Ein Jahrhundert Echt Pergamentpapier." Verlag Schleipen & Eichhorn. Emmerich/Rhein. 1954.

[Kei1956] Keim K: "Das Papier. Seine Herstellung und Verwendung ..."2.Aufl. Blersch Verlag. Stuttgart. 1956.

[Har1971] Hartmann L: "Vliesstoffe mit besonderer Berücksichtigung der Spinnvliese". Lenzinger Ber 32(1971), s70-80.

[Fra1974] Franzen V: "Synthetische Papiere". Angew.Macromol.Chem 40 (1974) s305-323.

[RaS1975] Radowizki W P; Strelzow B N: "Elektro-Aeromechanik textiler Faserstoffe". VEB Fachbuchverlag. Leipzig. 1975.

[RuT1976] Runge FFaser ; Taeger E: "Einführung in die Chemie und Technologie der Kunststoffe." 4.Aufl. Akademie-Verlag. Berlin. 1976.

[Joe1977] Jörder H: "Textilien auf Vliesbasis". Keppler. Heusenstamm. 1977

[Ehr1982] Ehrler P: "Kohäsive Verfestigung von Vliesen". in [LuA1982].

[LuA1982] Lünenschloß J; Albrecht W (HrsgHerausgeber ): "Vliesstoffe". G Thieme Verlag. Stuttgart ...1982.

[Zeh1986] Zehentner R: "Die Herstellung der Flock- oder Velourstapete". Bayer.Landesamt Denkmalpflege: Denkmalpflege: Informationen. 1986.

[zzk-BaS1986] Bayerische Staatsgemäldesammlungen: "Alte Pinakothek München". Katalog. Lipp Verlag München. 2.Aufl.

[Reb1987] Rebrik B M: "Geologie und Bergbau in der Antike". VEB Deutscher Verlag Grundstoffindustrie. Leipzig. 1987.

[PeR1989] Peter M; Rouette K H: "Grundlagen der Textilveredlung: Handbuch der Technologie, Maschinen und Verfahren". 13.Aufl. Deutscher Fachverlag.1989.

[Wil1990] Wilckens v L: "Zur Verwendung von Seidengeweben des 10. bis 14. Jahrhunderts in Bucheinbänden." Zts.Kunstgeschichte 53 (1990) nr.4; s425-442.

[ViM1994] Vitale TTextil ; Messier P: "Physical and mechanical properties of albumen photographs". J.Amer Inst for Conservation 3 (1994) s279-299.

[DoR1995] Doshi J; Reneker D H: "Electrospinning process and applications of electrospun fibers". J Electrostatics 35 (1995) s151-160

[GoB1995] Goodwin W J; Buscall R (HrsgHerausgeber ): "Colloidal polymer particles". Academic Press. London...1995.

[RDH1995] Rieger J; Dippel O; Hädicke E; Ley G: "Crystals made of close packed polymeric spheres: a small angle neutron scattering study ". in [GoB1995].

[Rei1995] Reinhardt A: "Meltblown-Mikrofaservlies für leistungsfähigere Filterelemente". Verfahrenstechnik 29 (1995) no11, s34-37

[RTS1995] Riedel, E; Triebsch W; Sedlarik K M: "Verbandstoff-Fibel". 5.Aufl. Wissensch.Verlagsges. Stuttgart. 1995.

[MaW1996] Markt Wallerstein (HrsgHerausgeber ): "Wallerstein. Markt und Residenz." Eigenverlag. 1996.

[Lin1997] Lindgren U (HrsgHerausgeber ): "Naturwissenschaft und Technik im Barock". Bayreuther Historische Kolloquien; Bd 11. Böhlau Verlag. Köln ...1997.

[Wac1997] Wackernagel R H: "Fahr- und Fahrzeugsicherheit: zum Fahrkomfort modernen Reisens." in [Lin1997]

[KiM1998] Kim J-K; Mai Y-W: "Engineered interfaces in fiber reinforced composites". Elsevier. Amsterdam... 1998.

[Mon1998] Monjau H: "Wilhelmine Reichard -erste deutsche Ballonfaherin". Monjau-Verlag. Freital. 1998.

[Ehr2000] Ehrler P: "Bindemittel". In [AFK2000].

[Loh2000] Lohmann M: "Herstellung von Partikeln durch elektrostatische Zerstäubung von Flüssigmetallen in gasförmiger Umgebung". Diss. G-Mercator-Universität Duisburg, FB Maschinenbau.

[Reh2000] Rehm M: "Information und Kommunikation in Geschichte und Gegenwart." Humboldt Univ. Berlin; Inst Bibliothekswissenschaft; Umstätter Homepage. 2000. IntNet-Suchmaschine. 2010.

[RYF2000] Reneker D H; Yarin A L; Fong H; Koombhongse: "Bending instability of electrically charaged liquid jets of polymer solutions in electrospinning". J Applied Physics 87 (2000) 9; 4531-4547.

[Shb2000] Schmidt-Bachem H: "Beiträge zur Industriegeschichte der Papier-, Pappe- und Folien-Verarbeitung in Deutschland". 2009. Internet-Publik. Erweiterte Fassung der Dissertation "Tüten, Beutel, Tragetaschen – Zur Geschichte der Papier, Pappe und Folien verarbeitenden Industrie in Deutschland". Universität Hamburg. FB Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. 2000.

[Spi2000] Spindler J: "Bindefasern". In [AFK2000].

[Bur2001] Burns R I: "Paper comes to the west, 800-1400". in [Lin2001].

[BUW2001] Buer A; Ugbolue S C; Warner S B: "Electrospinning and properties of some nanofibers". Text.Res.J. 71 (2001) s323-328

[ClM2001]: Clemens L; Matheus M: "Tuchsiegel – eine Innovation im Bereich der exportorientierten Qualitätsgarantie". in [Lin2001].

[ElS2001] Ellmers D; Schnall U: "Schiffbau und Schiffstypen im mittelalterlichen Europa". in [Lin2001].

[Lin2001] Lindgren U (HrsgHerausgeber ): "Europäische Technik im Mittelalter: 800 bis 1400". Gebr.Mann Verlag. Berlin.2001.

[Mac2001] MacDiarmid A G: "Synthetische Metalle": eine neue Rolle für organische Polymere" (Nobel-Vortrag). Angew. Chem 113 (2001) s2649-2659.

[Sor2001] Schorta R: ""Monochrome Seidengewebe des hohen Mittelalters." Dts.Verlag für Kunstwissenschaft.Berlin.2001.

[Spo2001]: Sporbeck G: "Texttilherstellung – Zu mittelalterlichen Spinn- und Webgeräten". in [Lin2001].

[Tsh2001] Tschudin P FFaser : "Werkzeug und Handwerkstechnik in der mittelalterlichen Papierherstellung". in [Lin2001].

[Bac2003] Bachinger J: "Die Entwicklung des Weltfasermarktes in den letzten 20 Jahren im Vergleich Stapelfaser zu Filament"endlos" lange Faser; Basis-Produkt der Chemiefaser-Herstellung. Auch für die Naturfaser Seide (bombyx-mori-Typ) gebräuchlich. [[Filament]] ". Lenzinger Ber. 82(2003) s6-11

[Bet2003] Betro M C: "Heilige Zeichen: 580 Ägyptische Hieroglyphen". Fourier Verlag; Wiesbaden. 2003.

[RuN2002] Ruth J; Noack TTextil : "Werkzeuge zum Entwerfen und Konstruieren leichter Flächentragwerke". Bauhaus-Univ.Weimar. IKI. Bericht zum 5.Inform.Tag 2001.

[Bub2003] Bubner E: "Der Membranbau. Historischer Überblick, Gegenwart, Ausblick". DBZ Deutsche BauZeitschrift, 2003. (vgl auch: URL: http://www.baunetz.de/sixcms_4/sixcms; 10-2005

[FlR2003] Flemming M; Roth S: "Faserverbundbauweisen. Eigenschaften". Springer-Verlag Berlin ... 2003.

[Fre2003] Freyer D: "Kleine Papiergeschichte". 2003. IntNet-Suchmaschine. 2010.

[HZK2003] Huang Z-M; Zhang Y-Z; Kotaki M; Ramakrishna S: "A review on polymer nanofibers by electrospinning and their applications in nanocomposites". Composites Sci Tech 63 (2003) s2223-2253

[Kal2003] Kalkmann U: "Die Technische Hochschule Aachen im Dritten Reich (1933-1945)". Verlag Mainz. 2003.

[Rot2003] Roth K: "Alle Jahre wieder: die Chemie der Weihnachtskerze". ChiuZ 37 (2003) no6, s424-429.

[DKH2004] Dahiya A; Kamath M G; Hedge R R: "Melt Blown Technology". Nonwovens Science and Technology II. 2004

[Dze2004] Dzenis Y: "Spinning continuous fibers for nanotechnology". Science 304 (2004) no.5679, s1917-1919.

[Lyo2004] Lyons J M: Melt-electrospinning of thermoplastic polymers: An experimental and theoretical analysis". Diss. Drexel Univ, US-Philadelphia; Fac.Materials Science and Engineering

[RFT2005] Ramakrishna S; Fujihara K; Teo W-E: Lim T-C; Ma Z: "An introduction to electrospinning and nanofibers". World Scientific. NewJersey ... 2005.

[HeJ2006] Heckel W; Jones R: "Macedonian Warrior: Alexander´s elite infantryman". Osprey Publishing. Oxford, UK. 2006.

[Pöt2006] Pötsch W R: "Was trugen unsere Vorfahren?" Melliand Textilber 87 (2006) nr01/02

[Vau2006] Vaupel. E: "Napoleons Kontinentalsperre und ihre Folgen. Hochkonjunktur der Ersatzstoffe". Chemie unserer Zeit 40 (2006) s306-315.

[GrW2007] Greiner A; Wendorff J H: "Elektrospinnen: eine faszinierende Methode zur Präparation ultradünner Fasern". Angew.Chem 119 (2007) 5770-5805

[Bal2008] Balzer R: "Gewinnbringender Einsatz: Verbundgewebe als Multitalent bei verfahrenstechnischen Prozessen". Verfahrenstechnik 42 (2008) nr.6; s18-21.

[ZhG2008] Zhou FFaser -L; Gong R-H: "Manufacturing technologies of polymeric nanofibres and nanofibre yarns". Polymer Intern 57 (2008) s837-845.

[zzIN-WikP2008] Wikipedia: "Velarium". URL:http://de.wikipedia.org/wiki/Velarium; 10-2008

[BIS2009] Büchi FFaser N; Inaba M; Schmidt TTextil J (HrsgHerausgeber ): "Polymer electrolyte fuel cell durability". Springer Science+gross; viel; hoch Business. 2009.

[SBN2009] Stadtbibliothek Nürnberg: "Die Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftungen". www.nuernberger-hausbuecher.de. 2009.

[Swa2009] Schwartz A: "Reinstating the hoplite: arms, armour and phalanx fighting in archais and classical Greece". Serie "Historia" no207. Steiner Verlag. Stuttgart. 2009.

[zzk-RAG2009] RAG, Steinkohle aktuell-Forschung & Technik: "Ein frisches Lüftchen vor Ort". IntNet-Suchmaschine. 2010.

[Kis2010] Kislinger E: "Verkehrswege und Versorgung im byzantinischen Kernraum". in [zzk-KAB2010]

[Sta2010] Stauffer A: "Bestaunt und begehrt: Seide aus Byzanz." in [zzk-KAB2010]

[ZLZ2010] Zhan C; Li Y; Zhang C et al: "A novel multinozzle electrospinning process for preparing superhydrophobic PS films with controllable bead-on-string/microfiber morphology." J.Colloid Interface Sci 145 (2010) s491-495

[zzIN-WikP2010] Wikipedia: "Krönungsmantel" (als Teil der "Reichskleinodien"). IntNet-Suchmasch.2010.

[zzIN-WikP2010a] Wikipedia "Linothorax". IntNet-Suchmaschine. 2010.

[zzk-KAB2010] Kunst- und Ausstellungshalle BRD: "Byzanz. Pracht und Alltag." Ausstellung Bonn. Febr-Jun 2010.

[zzk-UnS2010] Univ. Stuttgart, Histor.Inst., Hentschel et al: "220 Tonnen – leichter als Luft". Ausstellg. Zeppelin-Museum Friedrichshafen. 2010.

[Fuc2011] Fuchs H.V: "Funktionelle Akustik – Die Nachhall-Charakteristik des Raumes als Basis für seine Nutzbarkeit. (3) Ein alternativer raumakustischer Ansatz." Bauphysik 33(2011) nr3, s127-137.

[zzk-DBM2011] Deutsches Bergbau-Museum Bochum: Ausstellungsobjekte "Lutte" und "Bewetterungstechnik". 2011.

[zzk-HMS2011] Historisches Museum der Pfalz Speyer: "Des Kaisers letzte Kleider". (Katalog mit zahlreichen Beiträgen zu historischen Textilien und aufgefundenen Resten). Edition Minerva. 2011.

[zzk-MuF2011] Museum Folkwang, Sammlung, Essen: Gemälde C.Spitzweg: "Orientalische Straße". 1875/1880.


'Übersichts-Quellen'

[Krü1858] Krünitz J G: "Oekonomische Encyklopädie ...". 242 Bände.1773-1858. Elektronische Version: Univ. Trier. 2010.

[Kar1867] Karmarsch K: "Handbuch der mechanischen Technologie". 4.Aufl. Helwing´sche Hof-Buchhandlung. Hannover.1867.

[Lue1904] Lueger O: "Lexikon der gesamten Technik." 2.Aufl. Deutsche Verlags-Anstalt. Stuttgart; Leipzig. 1904.

[SoW1960] Sommer H; Winkler FFaser (HrsgHerausgeber ): "Die PrüfungErfolgt bei Technischen Textilien als Eignungs-Prüfung oder als Identitäts-Prüfung. [[Prüfung]] der Textilien". 1.+gross; viel; hoch 2.Aufl. in: Siebel E (HrsgHerausgeber ): "Handbuch der Werkstoffprüfung". 2.Aufl. Bd 5. Springer-Verlag. Berlin ... 1960.

[Jac1984] Jacobasch H-J: "Oberflächenchemie faserbildender Polymerer". Akademie-Verlag. Berlin. 1984.

[San1992] Sandermann W: "Papier". 2.Aufl. Springer Verlag. Berlin ... 1992.

[Fou1995] Fourne´ FFaser : "Synthetische Fasern: Herstellung, Maschinen und Apparate, Eigenschaften". Hanser Verlag. München. 1995.

[FZR1995] Flemming M; Ziegmann G; Roth S: "Faserverbundbauweisen: Fasern und Matritzen". Springer Verlag. Berlin ... 1995

[Rou1995] Rouette H-K: "Lexikon für Textilveredlung". Laumann-Verlag. Dülmen. 1995.

[Sae1998] Oberbach K (HrsgHerausgeber ): "Saechtling Kunststoff-Taschenbuch". C Hanser Verlag. München ... 1997. 27.Aufl.

[AFK2000] Albrecht W; Fuchs H; Kittelmann W (HrsgHerausgeber ): "Vliesstoffe". Wiley-VCH. Weinheim ...2000.

[Nac2003] Nachtigall W: "Bau-Bionik. Natur – Analogien – Technik". Springer Berlin ... 2003.

[EEH2005] Eyerer P; Elsner P; Hirth TTextil (HrsgHerausgeber ): "Domininghaus: Die Kunststoffe und ihre Eigenschaften". 6.Aufl. Springer Verlag. Berlin Heidelberg. 2005.

[zzk-DKM2010] Kunststoff-Museums-Verein: "Zeittafel" des Deutschen Kunststoff Museums. Düsseldorf. InterNet 2010.
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Inhaltsverzeichnis
Navigation
Werkzeuge