Definition-Technische-Textilien

Aus E-Symposion tec-tex: Technische Textilien in interdisziplinärer Sicht
Wechseln zu: Navigation, Suche

KAT.Kategorie mit Erläuterungen [SektionAnwendung]

Die ungeklärte Definitions-Frage verunsichert - wie erwähnt – zumindest interessierte Anwender, weil präzise Angaben über TecTextil-Marktanteile und deren unaufhaltsame Steigerung angesichts fehlender Definition und Abgrenzbarkeit nicht plausibel erscheinen. Deshalb wird vom HrsgHerausgeber nachfolgend ein Definitions-/Gruppierungs-Vorschlag unterbreitet, konzipiert für den interdisziplinären Charakter des e-Symposions. Er zielt darauf ab, das weite Feld der TecTextilien, also die zahllosen Anwendungen, überschaubar und technisch begründet zu strukturieren, um letztlich die Effizienz von TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] -Entwicklungen steigern zu können. Dementsprechend berücksichtigt der Vorschlag die Sicht des Anwenders und seine speziellen Qualitäts-Anforderungen, die extrem grosse Vielfalt der TextilVerfahrenstechnik, die Notwendigkeit, das auf einem diffusen Technik-Begriff basierende enge Korsett vieler bisheriger Definitions-Vorschläge aufzuschnüren, die Schlüsselrolle des TexHalbzeugs, aus dem sich vielfältige Möglichkeiten zur Herstellung von TecProdukten ableiten lassen und das sich durch qualifizierbare und quantifizierbare Basis-Eigenschaften charakterisieren lässt.

Gemäss dem neuen Definitions-/Gruppierungs-Vorschlag gelten als Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] :

Erläuterung zu "armierende TecKomponenten" Als typische Anwendungen sind zBzum Beispiel . kurzfaser-verstärkte Kunststoff-Profile und Putze sowie gewebe-verstärkte Folien zu nennen.
Erläuterungen zu "Sicherheits-Richtlinien" Dazu zählen zBzum Beispiel . Mindestanforderungen von Versicherern (Lloyd usw) bei der Herstellung von Tauwerk; baurechtliche Zulassungen (in Verbindung mit Nachweis-Prüfungen); GMP-Vorgaben bei der Herstellung und/oder PflegeRegenerierende Reinigungs-Behandlungen Technischer Textilien: Waschen, desinfizierendes Waschen, ChemischReinigen, Sterilisieren, Entstauben. [[Pflege]] (Sterilisation) medizinischer Produkte; Anforderungs-Normen für sicherheitsrelevante TecProdukte im privaten Bereich (zBzum Beispiel . im Berg- und Flug-Sport).
Erläuterungen zu "anwendungsspezifischen Mindestanforderungen": Deren Einhaltung kann zBzum Beispiel . mittels anspruchsvoller Güte-Siegel nachgewiesen werden, wenn das Qualitätsversprechen in kurzen Abständen überprüft wird (zBzum Beispiel : jede Lieferung, jedes Quartal, jedes Halbjahr). Wenn solche Güte-Siegel aber auf einer einmaligen Typ-PrüfungErfolgt bei Technischen Textilien als Eignungs-Prüfung oder als Identitäts-Prüfung. [[Prüfung]] basieren oder nur in mehrjährigem Abstand durch Prüfungen überwacht werden, dann zählen solche Produkte nach vorliegender Definition nicht zur Kategorie "Technische TextilienTextilien-Klasse, in der sich sämtliche TecProdukte befinden, jedoch keine Consumer-Textilien. [[Technische Textilien]]; [[Definition-Technische-Textilien]] ". {{{2}}}
Farb-Echtheit als anwendungsspezifische Mindestanforderung In Form der Heiss-Lichtechtheit zählt die Licht-Echtheit zu jenen Anforderungen, die die Zuordnung eines Textils zu den Technischen Textilien rechtfertigen. Die Prüf-Bedingungen müssen selbstverständlich auf die spezielle Beanspruchungs-Situation zugeschnitten sein; eine erfüllte Standard-Farbechtheit allein verleiht einem TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] nicht den Status eines TecProdukts.
"Technische Mindestanforderungen" Sie sind kein Synonym für anwendungsspezifische Mindestanforderungen, denn sie betreffen in der Regel die Herstellung und Weiterverarbeitung von TexHalbzeugSammelbegriff für textile Zwischenprodukte (Roh-Fasern, -Garne, -Stoffe). Mittels zusätzlicher, spezieller Veredlung entstehen daraus Technische Textilien (TecProdukte). [[TexHalbzeug]] und werden zwischen Lieferant und Weiterverarbeiter ausgehandelt. Typische Anforderungen sind Parameter des Verarbeitungs-Verhaltens, zBzum Beispiel . die zulässige Verarbeitungs-Geschwindigkeit, die GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] -Mindestlänge je Cops, die Knoten- bzw Flusen-Anzahl je Garnlänge, die Stoff-Mindestbreite, der Feststoff-Gehalt eines TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] -Hilfsmittels usw. Einzuhaltende technische Mindestanforderungen verleihen einem TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] nicht den Status eines Technischen Textils.
Abgrenzung von "Consumer"-Textilien An Consumer-Textilien werden im Sinne der vorliegenden Definition keine garantierten anwendungsspezifischen Mindest-Anforderungen gestellt. Dazu folgendes Beispiel: Wenn ein Krankenhaus Handtücher mit der Zusicherung kauft, dass diese zumindest einhundert desinfizierende Wäschen ohne Funktionsbeeinträchtigung überstehen, dann sind diese Handtücher definitionsgemäss als TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] zu betrachten. Wenn im Einzelhandel gleichartige Handtücher ohne diese Alterungs-Garantie verkauft werden, dann handelt es sich um ein Consumer-TextilOberbegriff für Textilien beliebiger Anwendung und Aufmachungsform/Aufmachung; in beliebigem Bearbeitungs-Zustand. [[Textil]] .



Abgrenzung und Gruppierung Technischer Textilien

TecSubstrate und TecKomponenten

Muss das TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] den textilen Charakter behalten?

TexHalbzeugSammelbegriff für textile Zwischenprodukte (Roh-Fasern, -Garne, -Stoffe). Mittels zusätzlicher, spezieller Veredlung entstehen daraus Technische Textilien (TecProdukte). [[TexHalbzeug]] -Eigenschaften beeinflussen die Eigenschaften von TecProdukten. . Dementsprechend kann sich der textile Charakter im TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] mehr oder weniger deutlich ausprägen. Ein TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] in Form des TecSubstrats verleiht dem technischen-Produkt trotz einer ergänzenden anwendungsspezifischen Konfektionierung einen textilen Charakter, wirkt also charakterbestimmend

Erläuterung: Beispiele für TecSubstrate in technischen-Produkten: Stoffe für Schutz-Kleidung, für Uniformen; Leichtbeschichtungs-Stoffe (zBzum Beispiel . für Täschner-Waren); funktionale Bodenbeläge (zBzum Beispiel . Fahrzeug, Gebäude); Reinigungs-Textilien; textile Leistungssport-Produkte.

Wenn TecProdukte als TecKomponenten dienen, dann fehlt den daraus hergestellten technischen-Produkten der textile Charakter (mit einem in der Computer-Technik geläufigen Werbespruch formuliert: "textile inside"). Die zahlreichen Anwendungen von TecKomponenten als Armierung" veranschaulichen diesen Effekt (vgl. Beispiele).

Erläuterung: Beispiele für TecKomponenten als "Armierung": S-Fasern für Spezial-Papiere, für Teebeutel, für Putze; Armierungs-Garne und -Stoffe für Schwerbeschichtungs-Transportbänder, für Reifen, für Folien, für Pultrusions-Produkte.

Eine spezielle Situation liegt vor, wenn der Hersteller eines technischen-Produkts ein TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] gemäss konstruktiver Vorgaben als System-Komponente integriert. In diesem Fall kann sich ein TecProduktMarktübliches Produkt innerhalb einer Produkt-Gruppe; fungiert als Bestandteil eines technischen-Produkts (TecSubstrat oder TecKomponente); entsteht bei anwendungsspezifischer Veredlung eines TexHalbzeugs. [[TecProdukt]] , das scheinbar eindeutig als TecSubstratTecProdukt, das als dominierende Komponente des technischen-Produkts fungiert und dessen textilen Charakter verantwortet. [[TecSubstrat]] klassifiziert wird, als TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] erweisen. Das bekannte Beispiel des Luftsacks in einem Airbag-System verdeutlicht diese "Zwitter"-Rolle: Der Luftsack ist zwar angesichts des textilen Charakters als TecSubstratTecProdukt, das als dominierende Komponente des technischen-Produkts fungiert und dessen textilen Charakter verantwortet. [[TecSubstrat]] -Erzeugnis zu betrachten, aber die vorgesehene Funktion übernimmt er erst nach der Integration in ein technisches-Produkt (in das Airbag-System), das keinen textilen Charakter hat und das ihn in eine TecKomponenteTecProdukt; als unauffällige Komponente in einem technischen-Produkt integriert ("textile inside"); textiler Charakter bleibt nicht erhalten. [[TecKomponente]] verwandelt.

Erläuterung: Weitere Beispiele für TecSubstrate als "System-Komponenten": Gurt ("Sicherheits-Gurt") in Rückhalte-Systemen; als Bezugs-Stoff für Fahrzeugsitze; als Filter-Medium in einer Filter-Anlage, als Ballon-Stoffe und Fallschirm-Stoffe in Fluggeräten; als Träger-Stoff flächiger Beheizungs-Systeme in Fahrzeug-Sitzen; als Träger-Band von Klett- und Reiss-Verschlüssen; als Konfektionsmaterial (zBzum Beispiel . Näh-GarnRepräsentiert bei Technischen Textilien die dritte Aufmachungsform. Das Pendant zum Garn ist der "Faden", der einen konkreten Garn-Abschnitt kennzeichnet. [[Garn]] , Klett-Verschluss, Einlage-Stoffe). Anmerkung: Die genannte Zwitter-Rolle wird häufig erst dann offenkundig, wenn die System-Komponente bei Wartungsarbeiten oder Reparaturen ausgetauscht werden muss.


Funktions-Bereiche

Viele technische- Produkte enthalten sowohl TecKomponenten als auch TecSubstrate.

Ein technisches-Produkt kann mehrere TecProdukte enthalten, die gemeinsam einen Funktions-BereichEnthält verschiedenartige Technische Textilien in Form von TecProdukten (Beispiel: Fahrzeug-Innenausstattung). [[Funktions-Bereich]] bilden, wobei TecKomponenten und TecSubstrate in beliebiger Kombination vertreten sein können. Die Zuordnung eines TecProdukts zu einem Funktions-BereichEnthält verschiedenartige Technische Textilien in Form von TecProdukten (Beispiel: Fahrzeug-Innenausstattung). [[Funktions-Bereich]] erklärt sich aus technischen Gegebenheiten, nicht aus der im Marketing und Messe-Wesen gebräuchlichen Zuordnung zu einem Wirtschafts-Zweig ("mobiltextil" usw).

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Inhaltsverzeichnis
Navigation
Werkzeuge